Die Austrian Power Grid (APG) führte von 14. September bis 1. Oktober 2026 gemeinsam mit dem Projektpartner Netz Burgenland GmbH zwölf lokale Bürger-Infomessen in Gemeinden im östlichen Niederösterreich und nördlichen Burgenland durch, um Bürger:innen, Anrainer:innen und Interessierte über das Vorhaben Netzverstärkung Ost zu informieren. Mit dem Projekt Netzverstärkung Ost bauen APG und Netz Burgenland die 380-kV- und 110-kV-Netzinfrastruktur aus und sorgen für eine leistungsfähige und verlässliche Stromversorgung in Niederösterreich und im Burgenland. Damit wird die Grundlage geschaffen, um den wachsenden Strombedarf von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie zu decken und die Region langfristig als starken Lebens- und Wirtschaftsstandort zu sichern.
Die Projektleitung und zahlreiche Expert:innen standen Grundeigentümer:innen, Anrainer:innen und allen Interessierten für Information, Dialog und Fragen bei zwölf regionalen Infomessen zur Verfügung. Rund drei Wochen war das Team in Niederösterreich (Bezirke Baden, Mödling und Bruck/Leitha) und im Burgenland (Bezirk Neusiedl) unterwegs und präsentierte den aktuellen Planungsstand. Knapp 1.000 Besucher:innen konnten sich vor Ort über das geplante Vorhaben informieren und auch zahlreiche Grundeigentümer:innen und Pächter:innen nutzten dieses Angebot. Mit den Infomessen wurde ein wichtiger Projektmeilenstein erreicht und die breite Öffentlichkeit frühzeitig und über das Vorhaben informiert. Das Stimmungsbild in den Gemeinden, in der Region und bei den Bürger:innen war durchwegs positiv, bzw. stieß die Notwendigkeit des Netzausbaus in der Ostregion und der Netzverstärkung auf hohe Akzeptanz. Rund 38.000 Haushalte erhielten eine direkte Einladung zu den Infomessen. Stefan Pölzlbauer, Programmleiter der APG für das Vorhaben Netzverstärkung Ost, dazu: „Präsentiert wurden der aktuelle Planungsstand sowie die geplanten Maststandorte des größten und wichtigsten Strominfrastrukturvorhabens in Niederösterreich und dem Burgenland. Unsere Expert:innen aus den verschiedensten Bereichen wie Umwelt, Recht und Technik standen im Rahmen der Infomessen an insgesamt zwölf Tagen vor Ort für persönliche Gespräche zur Verfügung. Auf besonders positives Echo stieß unsere detaillierte 3D-Trassenvisualisierung, die allen Interessierten einen guten Überblick über das geplante Vorhaben bietet.“
Die 3D-Visualisierung des Projekts Netzverstärkung Ost finden Sie hier: Netzverstärkung Ost: 3D Visualisierung des Vorhabens, Stand 09.2026
Zusätzlich zu den Infomessen findet ein strukturierter Informationsprozess mit den Gemeinden, Grundeigentümer:innen sowie anderen Stakeholdern statt, die regelmäßige Updates zum Projekt erhalten.
Netzverstärkung Ost: Sichere Stromversorgung für Niederösterreich und Burgenland
Die Netzverstärkung Ost ist das größte und wichtigste Strominfrastrukturvorhaben in Niederösterreich und dem Burgenland. Sie ist keine klassische Freileitung zwischen zwei Umspannwerken (UW), sondern umfasst sowohl die Demontage und den Neubau von Freileitungen als auch den Neu- und Ausbau von Umspannwerken. Insgesamt steht dem Neubau von ca. 75 km ein Rückbau von ca. 70 km gegenüber. Darüber hinaus wird auf 16 km der Bestandsleitung ein leistungsfähigeres Carbonseil aufgelegt. Zentraler Punkt des Vorhabens ist die bestehende Trasse größtenteils für Neubauten von 380-kV-Leitungen zu nutzen. Dafür wird - vom Umspannwerk Wien Südost bis zur Staatsgrenze - die bestehende 220-kV-Leitung der APG komplett demontiert. Im Fokus steht also die Weiternutzung bestehender Trassen durch leistungsfähigere, neue Technologien. Die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist für Ende 2027 vorgesehen, der Baustart ist ab 2030 geplant.
Nutzen und positive Effekte auf einen Blick:
- Verbesserte Anbindung der erneuerbaren Energien im Osten Österreichs (PV-Anlagen und Windkraft)
- Versorgungssichere Energiewende durch leistungsstarkes Übertragungsnetz
- Allgemeine Erhöhung der Netz- und Systemsicherheit im Osten Österreichs
- Entlastung des bestehenden Stromnetzes in Niederösterreich und dem Burgenland
- 380-kV-Netzverstärkung durch Aus- bzw. Neubau der Höchstspannungsebene im APG-Übertragungsnetz
- Ausbau und Abstützung des 110-kV-Netzes der Netz Burgenland
Weitere Details zum Projekt finden Sie unter: www.netzverstaerkung-ost.at
Über Austrian Power Grid (APG)
Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.
Über Netz Burgenland
Netz Burgenland (NEB) ist Eigentümerin und Betreiberin des 110-/20-kV-Verteilernetzes im Burgenland. Sie verantwortet Betriebsführung, Instandhaltung und Netzausbau. Rund 400 Spezialist:innen betreiben und warten ein Netz mit etwa 10.000 km Trassenlänge und 22 Umspannwerken. So sorgt sie für eine sichere Stromversorgung in der Region. Gleichzeitig unterstützt NEB die burgenländischen Energie- und Klimaziele.
Pressekontakt
Wolfgang Gröger