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Projekte

Zentralraum Oberösterreich

Mit dem Projekt „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“ rüsten die APG und ihre Projektpartner Netz OÖ und Linz Netz das aktuelle Stromnetz in ihrer Region für die Herausforderungen der Zukunft.

Für eine sichere Stromversorgung in Ihrer Region

Mit der Umsetzung des Projekts „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“ wird die Stromversorgung in der Region nachhaltig gewährleistet und die Energiewende sowie die Elektrifizierung von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft ermöglicht. 

Projektinformation

Aktuell wird der Zentralraum Oberösterreich nur über ein 110-kV-Netz mit Strom versorgt. Das Bestandsnetz ist den Anforderungen der Zukunft und den dynamischen Entwicklungen im Zentralraum Oberösterreich jedoch nicht mehr gewachsen. Das führt dazu, dass die bestehende Strominfrastruktur in der Region in wenigen Jahren die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht.

Der Stromverbrauch im Zentralraum Oberösterreich wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Grund dafür sind das Wachstum des Wirtschaftsraums Powerregion Enns-Steyr, die voranschreitende Elektrifizierung und damit auch Prozessumstellungen der Industrie (Stichwort: strombasierte Stahlerzeugung der Voest) und die steigende Anzahl an Verbrauchern. Allein in Linz, Wels und Steyr beträgt das Wachstum des Landes Oberösterreich lt. Bevölkerungsprognose 2019 bis 2040 +11,5 % auf rund 350.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Damit Sie auch in Zukunft Strom haben, wenn Sie ihn brauchen, arbeiten die Austrian Power Grid AG (APG), die Netz Oberösterreich GmbH (Netz OÖ) und die LINZ NETZ GmbH (LINZ NETZ) gemeinsam an der Weiterentwicklung des Stromnetzes. Als Ersatz für die bestehenden 110-kV-Leitungen ist die Errichtung eines 220-kV-Versorgungsringes geplant.

Oft gestellte Fragen - FAQ

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Der geplante 220-kV-Versorgungsring soll künftig die APG-Umspannwerke Ernsthofen, Pichling, Hütte Süd, Wegscheid und Kronstorf miteinander verbinden. Das Konzept der Netzbetreiber beinhaltet folgende Bauvorhaben:

  • Ersatzneubau bestehender Leitungen
  • Spannungsumstellungen von 110 kV auf 220 kV auf bereits dafür ausgelegten Leitungsabschnitten
  • Aus- und Umbauarbeiten in insgesamt acht Umspannwerken
  • Demontagen nicht mehr benötigter 110-kV-Leitungen

Für die Errichtung der neuen Leitungen werden bestehende Leitungstrassen von APG, Netz OÖ und LINZ NETZ genützt, um den Eingriff auf Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

Gibt es eine Entschädigung für Grundinanspruchnahme?

Die Gleichbehandlung aller Grundeigentümer hat für APG und ihre Projektpartner Netz OÖ und Linz Netz oberste Priorität.

Ein Grundstück kann auf folgende Weise durch unsere Leitungen beansprucht werden:

  • durch einen Maststandort
  • durch eine Überspannung (hier führen nur die Leiterseile und der damit verbundene Servitutsbereich über das Grundstück)
  • durch Waldinanspruchnahme

Wie die beanspruchten land- und forstwirtschaftlichen Flächen entschädigt werden, ist in einem Rahmenübereinkommen festgelegt, das gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Oberösterreich erstellt wurde.

Das Rahmenübereinkommen regelt die Berechnung der Entschädigungshöhe der mit den Grundeigentümern privatrechtlich und im Einvernehmen abzuschließenden Dienstbarkeitsübereinkommen. Außerdem werden viele Rahmenbedingungen für den Bau und den Betrieb der Leitungsanlage geregelt.

Es gilt für alle land- und forstwirtschaftlich genutzten und gewidmeten Grundstücke in gleicher Weise. Damit ist eine einheitliche und partnerschaftliche Vorgangsweise gewährleistet.
 

Wie ist der Prozess der Umweltverträglichkeitsprüfung?
  1. Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist das strengste Prüfungs- und Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben in Österreich. Dabei wird sichergestellt, dass das gesamte Projekt transparent und detailliert dargestellt wird und die Beteiligten (z. B. Grundeigentümer, Gemeinden etc.) und Verfahrensparteien Einsicht nehmen und Stellungnahmen abgeben können.
  2. Für die Einreichung der UVP wird eine Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) erstellt. Neben der genauen Beschreibung des Projekts beinhaltet diese 20 zu prüfende Fachbeiträge und stellt im folgenden Verfahren der UVP das wesentliche Kernstück der Prüfungen dar. Die UVE wird bei den zuständigen UVP-Behörden (Ober- und Niederösterreichische Landesregierung) zum Prüfungsverfahren eingereicht.
  3. Basierend auf diesen Grundlagen erfolgt die Prüfung und Bewertung der möglichen Auswirkungen des Projekts auf die einzelnen Schutzgüter wie unter anderem Mensch, Tier, Boden, Wasser und Landschaft. Nach umfassender Prüfung durch die Amtssachverständigen der UVP-Behörden wird ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt.
  4. Während des Verfahrens werden von den UVP-Behörden die Projektunterlagen und anschließend das UV-Gutachten bzw. der UVP-Bescheid zur öffentlichen Einsicht aufgelegt. Die Zeiträume und Modalitäten zur Einsichtnahme werden von den UVP-Behörden im Vorfeld öffentlich bekanntgegeben.
Was trägt das Projekt zum Gelingen der Energiewende bei?

Mit dem vorliegenden Netzausbaukonzept wird eine sichere, effiziente und leistungsfähige Stromversorgung für die zukünftige Entwicklung des Zentralraumes Oberösterreich geschaffen. Das sorgt für eine bessere Integration Erneuerbarer Energien, die so für ganz Österreich nutzbar gemacht werden.

Die Integration von nachhaltigem Strom ist wesentlich, damit das Gelingen der Energiewende und Prozessumstellungen zur Elektrifizierung der Industrie überhaupt möglich werden. Nur durch ein leistungsstarkes Stromnetz wird es beispielsweise der voestalpine möglich sein, auf eine strombasierte Stahlerzeugung und damit auf neue und CO2-schonende Technologien umzusteigen.

Was investiert die APG in die sichere Stromzukunft?

Die APG investiert im Jahr 2021 rund 357 Millionen Euro in die heimische Strominfrastruktur.

Um die Klima- und Energieziele der österreichischen Bundesregierung zu erreichen, investiert die APG bis 2031 rund 3,5 Milliarden Euro in die nachhaltige Stromzukunft Österreichs.

Wann ist die Inbetriebnahme geplant?

Die Inbetriebnahme des Projekts „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“ wird schrittweise von 2026 bis 2031 stattfinden.


Ansprechpartner

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Mario Golger

Projektleitung

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Email mario.golger@apg.at
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Stefan Walehrach

Projektkommunikation

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +43 664 88343044 Email stefan.walehrach@apg.at
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Projekt Postfach ZROÖ

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Email zentralraum-ooe@apg.at

Projektpartner

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