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Projekte

Umspannwerk Nauders

Mit dem Bau des neuen 380/220 kV-Umspannwerk Nauders wird ein dritte Verbindung zwischen Österreich und Italien möglich. Der Ausbau internationaler Verbindungsleitungen trägt wesentlich zur sicheren Stromversorgung Österreichs bei.

Neuerrichtung eines 380/220 kV-Umspannwerk Nauders

Zwischen Österreich und Italien bestehen derzeit zwei Leitungsverbindungen. Diese sind einerseits die bestehende Verbindungsleitung der APG zwischen Österreich (Lienz) und Italien (Soverzene) aus dem Jahr 1952. Diese Leitungsanlage ist aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit nicht in der Lage die Anforderungen an ein sicheres, effizientes und nachhaltiges europäisches Übertragungsnetz zu erfüllen. Darüber hinaus wurde im Jahr 2013 eine 132 kV Merchant-Line zwischen Österreich (Greuth bei Arnoldstein) und Italien (Tarvisio) errichtet.  

Insbesondere die zunehmende Wasserkrafterzeugung in der westlichen Alpenregion Österreichs (vorwiegend Pumpspeicherkraftwerke), der angestrebte weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien (vor allem Windkraft) im Norden Europas und die Entwicklungen in Italien führen zu einem verstärkten Austausch zwischen den Ländern in der Alpenregion. Dabei zählt Italien zwar zu den fünf Ländern mit der größten installierten Kraftwerkskapazität in Europa, ist aber sowohl geographisch als auch elektrisch als Halbinsel zu betrachten.

Durch die neue Verbindung vom Umspannwerk Nauders zum Umspannwerk Glorenza (Glurns) in der Gemeinde Schluderns im Vinschgau (Südtirol) kann eine weitere Kuppelleitung zwischen den Übertragungsnetzen von TERNA und APG mit einer adäquaten Kapazität geschaffen werden. Aufgrund der bereits heute sehr hohen Lastflüsse auf der Italienischen Nordgrenze trägt das Projekt daher dazu bei, die sichere Stromversorgung in der Region als auch ganz Österreich zu erhöhen und den Netzbetrieb robuster zu machen.  

Auch sind die vom Europäischen Rat in den EU Energie- und Klimazielen festgelegten sogenannten Interconnection Targets von 15 % der Erzeugungskapazität bis 2030 zu erreichen. Das Reschenpassprojekt trägt auch zur Erreichung dieser Ziele bei.

91,5 Mio.

Euro Investitionsvolumen

6

Stück 380 kV-Schaltfelder

7

Stück 220 kV-Schaltfelder

1,2

km 220 kV-Kabeltrasse

1

Stück 380/220 kV-Transformator

2

Stück 220 kV-Phasenschiebertransformatoren

Das Projekt umfasst eine neue einsystemige 220 kV-Verbindungsleitung in der Gemeinde Nauders bis zur österreichisch-italienischen Staatsgrenze am Reschenpass. Anknüpfungspunkt dieser Leitung an die bestehende zweisystemige 380 kV-Leitung Westtirol–Staatsgrenze (Pradella, CH) ist das neu zu errichtende 380/220 kV-Umspannwerk Nauders mittels zweisystemiger Einbindung. Auf italienischer Seite wird die Leitung vom italienischen Projektpartner TERNA im Umspannwerk Glorenza (IT) in das bestehende Netz eingebunden. Die Leitungsverbindung wird auf italienischer Seite als Kabelanlage errichtet und daher auf österreichischer Seite auch als Kabel weiter bis in das UW Nauders geführt. Langfristig ermöglicht dieses Projekt durch entsprechende Platzreserven auch eine zusätzliche Netzabstützung des Verteilernetzes der TINETZ-Stromnetz Tirol AG.

Das Vorhaben 220-kV-Reschenpassprojekt gliedert sich in nachstehende Projektbestandteile:

  1. Neuerrichtung des 380/220 kV Umspannwerk Nauders in der Gemeinde Nauders
  2. Neuerrichtung einer ca. 1,2 km langen einsystemigen 220 kV-Leitungsverbindung als Kabelanlage zwischen dem Umspannwerk Nauders und der Staatsgrenze zu Italien
  3. Neuerrichtung der Einbindung der zweisystemigen 380 kV-Leitung Westtirol – Staatsgrenze (Pradella) in das Umspannwerk Nauders als Freileitung

Ansprechpartner

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Karl Scheibenhofer

Projektleitung

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +43 664 828 52 14 Email karl.scheibenhofer@apg.at
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Verena Kerck

Projektkommunikation

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +43 664 883 427 56 Email verena.kerck@apg.at
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