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Infografiken

Wie entwickelt sich der Stromverbrauch in Österreich seit Beginn der Corona-Krise? Hat diese Entwicklung einen Einfluss auf Importe, Exporte oder den Großhandelsstrompreis? APG veröffentlicht auf dieser Seite regelmäßig Infografiken zu diesen und vielen weiteren Themen, das Portfolio wird kontinuierlich erweitert.

Stromverbrauch

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Stromverbrauch auf Vergleichsniveau

Der heimische Strombedarf betrug im Juni (KW22 bis KW26) rund 5.534 Gigawattstunden (GWh). Im Durchschnitt lag man damit fast exakt auf dem Vergleichsniveau aus dem Schnitt von 2017 bis 2021.

Erneuerbare Energien

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Erneuerbare weiterhin im Aufschwung

Die Stromerzeugung durch Erneuerbare war auch im Juni (KW 22 bis KW 26) äußerst gut. Insgesamt konnte der österreichische Stromverbrauch bilanziell zu rund 94 Prozent gedeckt werden – in den Kalenderwochen 23 und 24 zu 100 Prozent (bilanziell). Den stärksten und wesentlichsten Anteil daran hatte die Wasserkraft, die in diesem Monat 4.526 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert hat. Im Mai (KW 18 bis KW 21) waren es mit 3.387 GWh um rund 25 Prozent weniger.

Import/Export

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Gute Stromproduktion ermöglichte Export

Die gute Erzeugung durch erneuerbare Energien führte dazu, dass Österreich im Juni vermehrt Strom exportieren konnte. Der Höchstwert lag dabei am 10. Juni bei 46 GWh.

Energieaustausch Bundesländer & APG

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APG Netz Rückgrat für die sichere Stromversorgung aller Regionen

Das überregionale Stromnetz der APG ist unerlässlich für die sichere Stromversorgung Österreichs. Über das jeweilige Verteilernetz können die Bundesländer überschüssig produzierten Strom in das APG Netz einspeisen und somit österreichweit nutzbar machen. Hat ein Bundesland Produktionsengpässe kann es den erforderlichen Strom aus dem Netz der APG beziehen.

Im Juni waren die Bundesländer mit der größten Einspeisung in das APG Netz Tirol (339 GWh) und Oberösterreich (265 GWh), während Vorarlberg (365 GWh) und Wien (443 GWh) im Juni den meisten Strom aus dem Netz entnommen haben.

Strompreis

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Strompreis in Österreich: Monatlicher Durchschnitt im Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr und auch zum letzten Monat ist der Strompreis im Juni wieder deutlich nach oben geklettert. Mit rund 228 Euro pro Megawattstunde (€/MWh) beträgt die monatliche Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr in etwa 208 Prozent. 2021 lag der durchschnittliche Spotmarktpreis bei rund 74 €/MWh.

Die aktuell hohen Strompreise ergeben sich durch stark gestiegene Rohstoffpreise. Der Preisanstieg ist hier insbesondere auf den Gasmarkt zurückzuführen, wobei die Situation durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft wird. Zusätzlich zu den hohen Gaspreisen ist auch der CO2 –Preis im Vergleich zum Vorjahr auf einem hohen Niveau, wodurch sich in Summe der derzeit hohe Strompreis ergibt.

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Strompreisentwicklung in Österreich: Wöchentliche Spotpreise im Vergleich zum Vorjahr

Die Situation am Rohstoffmarkt, insbesondere die hohen Gaspreise, sorgen auch im wöchentlichen Jahresvergleich für eine hohe Differenz. In Kalenderwoche 26 betrug der Strompreis rund 313 €/MWh. Im Vergleichszeitraum aus 2021 lag der wöchentliche Preis bei rund 90 €/MWh.

Redispatch

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Redispatching bis Ende Juni bereits an 123 Tagen notwendig

Damit die sichere Stromversorgung auch dann funktioniert, wenn es eng wird, muss APG fast täglich Redispatching (RD) betreiben, um Engpässe im Stromnetz zu vermeiden. 2021 waren derartige Eingriffe an 241 Tagen notwendig. Heuer waren es bis Ende Juni schon 123 Tage. Das sind 10 Tage mehr als im vergleichszeitraum des Vorjahres

Klimatische Rahmenbedingungen und die Einführung der Strompreiszone zwischen Ö und DE im Oktober 2018 haben den RD-Anstieg zwar gedämpft, eines ist aber klar: Die Energiewende schreitet voran, der Netzausbau hinkt hinterher und Redispatch bleibt unerlässlich.

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Redispatch-Kosten 2017-2022

Redispatch-Eingriffe in das Stromsystem sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. 2021 wurden dadurch Kosten in der Höhe von rund € 100 Millionen Euro verursacht. 2022 betrugen die Kosten für RD-Maßnahmen Ende Juni bereits rund 41 Millionen Euro.

Deshalb investiert APG laufend in die Modernisierung eines kapazitätsstarken Stromnetzes. Damit neben der sicheren Stromversorgung und dem Erreichen der Energiewende auch die Anzahl an Redispatch-Maßnahmen und damit verbundene Kosten reduziert werden können.

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Redispatch-Kosten in der APG im Jahresvergleich 2012-2022

Ein leistungsstarkes Stromnetz mit ausreichenden Kapazitäten würde den RD-Bedarf deutlich verringern und die Kosten reduzieren. Österreichweit fehlende oder noch in Bau befindliche Stromleitungen wie z.B. in Salzburg (siehe APG-Netzentwicklungsplan) haben die Stromkunden hierzulande 2021 monatlich rund 8 Millionen Euro gekostet.

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Redispatch-Struktur Juni 2022

Damit Engpässe im Stromnetzt vermieden werden, muss APG mit dem kontrollierten Einsatz von thermischen und hydraulischen Kraftwerken entgegenwirken.

Im Juni fallen 81 Prozent dieser Kraftwerkseinsätze auf thermische Kraftwerke und 19 Prozent auf den Abruf hydraulischer Kraftwerke zurück.

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Redispatch-Abruf Juni 2022

Für die sichere Stromversorgung Österreichs muss APG fast täglich Redispatch-Maßnahmen durchführen. Durch gezielte Eingriffe in den Einsatz von thermischen und hydraulischen Kraftwerken kann und muss APG hohen Leitungsbelastungen kontrolliert entgegenwirken, sodass die sichere Stromversorgung für Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft stets gegeben ist.

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