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Projekte

Anbindung Leoben

Die neue Anbindung Leoben sichert die Stromversorgung der Region und ermöglicht die zunehmende Elektrifizierung von Wirtschaft & Industrie wie zum Beispiel in der Stahlerzeugung. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

Zusätzliche Netzabstützung für die Region & wesentlich für die Energiewende

Die Anforderungen an das Stromnetz sind in den letzten Jahrzenten erheblich gestiegen und tun das auch weiterhin. Energiewirtschaftliche Prognosen bzw. die zunehmende Elektrifizierung von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zeigen deutlich, dass ein nachhaltiges und leistungsfähiges Stromnetz immer bedeutsamer wird.

Vor allem in der Industrie kommt Strom als Energiequelle eine immer größer werdende Rolle zu. Beispielsweise möchte die voestalpine Stahl Donawitz ab 2026 die konventionelle Stahlerzeugung mittels fossiler Energie durch den Einsatz erneuerbarer Energie ersetzen und so sauberen Stahl produzieren. Das führt zu enormen Einsparungen beim CO2-Ausstoß und leistet einen wesentlichen Teil zum Gelingen der Energiewende.

Um den Anforderungen in Zukunft gerecht zu werden und die sichere Stromversorgung in Österreich auf hohem Niveau aufrechtzuerhalten, investiert APG bis 2032 rund 3,5 Milliarden Euro in die Modernisierung der heimischen Strominfrastruktur. Teil dieses Investitionsprogrammes ist die neue Anbindung Leoben.

Wesentlich für die sichere Stromversorgung in der Region

Das bestehende Umspannwerk Hessenberg ist zentraler Abstützungspunkt für den regionalen Verteilernetzbetreiber, der Energienetze Steiermark GmbH. Mit dem geplanten und neuen APG-Umspannwerk Leoben gibt es künftig eine weitere Netzabstützung für den Verteilernetzbetreiber. Damit wird die sichere Stromversorgung in der Region wesentlich gestärkt.

Entscheidend für das Gelingen der Energiewende

Die österreichische Bundesregierung hat ambitionierte Ziele gesetzt, um die Energiewende zu erreichen. So soll Österreich bis 2040 klimaneutral werden und bereits ab 2030 bilanziell 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern beziehen.

Der steigende regionale Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, wie Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik, erfordert eine moderne Strominfrastruktur. Mit der Errichtung des neuen Umspannwerks Leoben und dessen Leitungsanbindung ausgehend vom Umspannwerk Hessenberg leistet APG einen wichtigen Beitrag, für das Gelingen der Energiewende in der Region, aber auch in ganz Österreich.

Regional erzeugte nachhaltige Energie kann über die Umspannwerke Leoben und Hessenberg in das überregionale Netz der APG eingespeist und österreichweit transportiert und genutzt werden. Im Gegenzug dazu kann nachhaltiger Strom aus anderen Regionen Österreichs über die beiden Umspannwerke in die Region gebracht werden. APG sorgt mit den Maßnahmen dafür, dass der Strom aus Erneuerbaren immer dorthin transportiert wird, wo er gerade gebraucht wird. 

Oft gestellte Fragen - FAQ

Wann wird das Projekt umgesetzt?

Die Bauphase für das Projekt Anbindung Leoben ist von 2023 bis 2026 geplant.

Was wird gemacht?

Vom Umspannwerk Hessenberg kommend wird der erste Leitungsabschnitt der bestehenden 220-kV-Leitung Richtung Ternitz optimiert, wodurch es zu Entlastungen von Siedlungsgebieten kommt. Der erste Leitungsabschnitt wird als viersystemige 220-kV-Leitung ausgeführt, wovon ab Mast 12 zwei Leitungssysteme weiter Richtung Ternitz geführt werden und die anderen zwei Leitungssysteme in Richtung des Umspannwerks Leoben abzweigen. Dieses neu errichtete Umspannwerk dient als zusätzliche Netzabstützung der Energienetze Steiermark GmbH und ist ein zentraler Netzanschluss für die voestalpine Stahl Donawitz.

Konkrete Maßnahmen:

  • Umbau & Erweiterung des Umspannwerks Hessenberg um vier 220-kV-Schaltfelder
  • Umbau der Bestandsleitung auf eine 4-systemige Leitung vom UW Hessenberg bis Mast 12:
    • Auswinkelungen zwischen dem UW Hessenberg und Mast 5 sowie Mast 9 und Mast 12
    • Demontage der bestehenden Leitung zwischen dem UW Hessenberg und Mast 5 sowie Mast 9 und Mast 12
  • Neubau einer 2-systemigen 220-kV-Leitung von Mast 12 bis zum neuen Umspannwerk Leoben
  • Neuerrichtung des 220/110-kV-Umspannwerkes Leoben
Wie viele Gemeinden sind von dem Projekt betroffen?

Das Projekt berührt zwei Gemeindegebiete:

  • Stadtgemeinde Leoben
  • Marktgemeinde St.Peter-Freienstein
Wie lange ist die Leitungstrasse und wie viele Maste umfasst das Projekt?

Das Projekt umfasst 25 Strommaste und die Trassenlänge liegt bei rund 6,7 Kilometern.

Sind neben der Leitung auch Umspannwerke Teil des Projektes?

Ja, das Projekt umfasst insgesamt zwei Umspannwerke: Das bestehende Umspannwerk Hessenberg, in dem es zu Umbau arbeiten und Erweiterungsarbeiten um vier 220-kV-Schaltfelder kommt, und das 220/110-kV-Umspannwerk Leoben, welches als Teil des Projektes neu errichtet wird.

Das bestehende Umspannwerk Hessenberg ist zentraler Abstützungspunkt für den regionalen Verteilernetzbetreiber, der Energienetze Steiermark GmbH. Mit dem geplanten und neuen APG-Umspannwerk Leoben gibt es künftig eine weitere Netzabstützung für den Verteilernetzbetreiber. Damit wird die sichere Stromversorgung in der Region wesentlich gestärkt.

Nach welchem Verfahren läuft die Genehmigung ab?

Ein von APG im August 2021 angeregtes UVP-Feststellungsverfahren bei der Steiermärkischen Landesregierung hat ergeben, dass das Projekt nicht UVP-pflichtig und daher nach dem Starkstromwegegesetz (StWG) zu genehmigen ist. Ende Juni 2022 wurde das Projekt bei den zuständigen Behörden nach den Materiengesetzen (StWG, Naturschutz-, Forst-, Wasser-, Luftfahrt- und Baurechtsgesetz) eingereicht. Die nächsten Schritte werden von den jeweils zuständigen Behörden gesetzt.

Wie kann mein Grundstück in Anspruch genommen werden?

Ein Grundstück kann auf folgende Weise durch unsere Leitungen beansprucht werden:

  • durch einen Maststandort 
  • durch eine Überspannung (hier führen nur die Leiterseile und der damit verbundene Servitutsbereich über oder nahe an das Grundstück)
  • Waldinanspruchnahme 

Wie die beanspruchten land- und forstwirtschaftlichen Flächen entschädigt werden, soll in einem Rahmenübereinkommen festgelegt werden, das gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Steiermark erarbeitet werden wird. Es regelt die Berechnung der Entschädigungshöhe der mit den Grundstückseigentümern privatrechtlich und im Einvernehmen abzuschließenden Dienstbarkeitsübereinkommen. Ebenso werden durch das Übereinkommen viele Rahmenbedingungen für den Bau und den Betrieb der Leitungsanlage geregelt.

Das Rahmenübereinkommen gilt für alle land- und forstwirtschaftlich genutzten und gewidmeten Grundstücke in gleicher Weise. Dies gewährleistet eine einheitliche und partnerschaftliche Vorgangsweise. Die Gleichbehandlung aller Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer ist der APG ein hohes Anliegen.

Für Flächen mit nicht land- und forstwirtschaftlicher Widmung wird es eigene Gutachten zur Festlegung der Entschädigungshöhe geben.

Ansprechpartner

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Stefanie Rakic

Projektleitung

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +43 664 883 42 748 Email stefanie.rakic@apg.at
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Stefan Walehrach

Projektkommunikation

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +43 664 883 43 044 Email stefan.walehrach@apg.at
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