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solar panels and wind turbines in power station
Projekte

SurveyManager

Daten für die Transformation des Energiesystems

In Umsetzung

Herausforderungen in der Langfristplanung

Als Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonenführer ist APG an vielen Prozessen rund um die Energiewende maßgeblich beteiligt. Der kontinuierliche Betrieb des APG-Netzes bei gleichzeitigem Ausbau von Wind-, Photovoltaik- und Batterie-Kapazitäten stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Dasselbe gilt für die langfristige Planung: Um auch zukünftig die notwendige Strom-Infrastruktur gemäß den gesetzlichen Pflichten der Übertragungsnetzbetreiber zuverlässig bereitzustellen und betreiben zu können, hat APG alle 2 Jahre den Netzentwicklungsplan (NEP) für zehn Jahre im Voraus zu erstellen und der Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Die strategische Langfristplanung arbeitet mit noch größeren Zeithorizonten – diese erstrecken sich bis über 2040 hinaus. 

In der Planung sind die Qualität und Konsistenz der verwendeten Daten von Projekten und Prognosen von größter Bedeutung. Nur mit ausreichend Daten in der entsprechenden Auflösung und Qualität kann sichergestellt werden, dass das Netz weder unter- noch überdimensioniert wird. Mit der zunehmenden Elektrifizierung steigt auch die Anzahl der Bezugs- und Einspeiseprojekte, die APG in den unterschiedlichen Planungsprozessen berücksichtigen muss. Ein gesamthafter Überblick über alle für die Netzplanung relevanten Energieprojekte und deren Entwicklungsstand fehlt derzeit noch oder ist nur sehr eingeschränkt verfügbar. Konkret sind wir u.a. auf folgende Herausforderungen gestoßen: 

  • Langfristige Planungsgrundlagen: Netzinfrastruktur wird für Jahrzehnte gebaut und erfordert zukunftsorientierte Planungsgrundlagen. Dies kann durch frühzeitige Informationen von Projektwerbern bereits in der Planungsphase maßgeblich unterstützt werden. 
  • Zeitliche Periodizität und fristgerechte Meldungen: APG hat sich im Rahmen ihrer Aufgaben im Bereich der Netzentwicklung – national wie europäisch - an wiederkehrende gesetzliche Fristen zu halten. Informationen von Projekten in frühen Projektphasen und regelmäßige Aktualisierung und Abrufbarkeit dieser Daten sind erforderlich, um immer die aktuellsten Informationen für die Planungsprozesse verfügbar zu haben. 
  • Geografische Genauigkeit: Die genaue Standortbestimmung von Energieprojekten ist unerlässlich für die Netzplanung. Fehlende Informationen hinsichtlich der geografischen Zuordnung können zu einer fehlerhaften Verortung und in der Folge zu ungenauen Prognosen der Netzbelastungen führen.  
  • Konsistenz der Projektparameter: Zuverlässige Daten in einem einheitlichen Format sind für die Projektplanung von größter Bedeutung. Inkonsistenzen führen zu Ineffizienzen in der Verarbeitung und erhöhen die Fehleranfälligkeit.  

Um diese zunehmenden Anforderungen zu erfüllen, evaluiert und verbessert APG laufend die bestehenden Prozesse. So wurde der „SurveyManager“ als eine einheitliche, digitale Datenerfassungsplattform eingeführt. Er ermöglicht es, Daten zentral in einer einheitlicher Maske einzumelden, diese in diversen Visualisierungen darzustellen und gewährleistet eine effiziente Weiterverarbeitung innerhalb der unterschiedlichen APG-Prozesse. Insgesamt stärkt die Bereitstellung einer einheitlichen und transparenten Datengrundlage die Zusammenarbeit aller Beteiligten, vereinfacht Abstimmungsprozesse und erhöht die Qualität von Planungs- und Investitionsentscheidungen im Zuge der Energiewende wesentlich. Mit dem SurveyManager kommen wir auch einer gesetzlichen Anforderung nach: So gibt es im neuen ElWG den Verweis auf eine auf unserer Webseite „zur Verfügung gestellte Plattform“, wo Daten eingemeldet werden sollen (§ 123 Abs. 9).  

APG_Energiewendet_Photovoltaik_Wiese_RGB.tif
Stromleitung und Windkraftanlagen mit untergehender Sonne im Hintergrund

An wen richtet sich der SurveyManager?

Der SurveyManager richtet sich an...

  1. alle Projektentwickler, die in Österreich Anlagen mit einer Kapazität von 1 MW oder mehr errichten, erweitern oder ändern wollen,
  2. all jene, die einen Netzzutritt bei der APG beantragen,
  3. alle Verteilernetzbetreiber, die einen V-NEP erstellen und / oder einen Anschlusspunkt an die APG haben und / oder beim FNA mitwirken.

Für welche Abfragen wird der SurveyManager verwendet?

Der SurveyManager wird zur Erfüllung einer Anzahl gesetzlicher Vorgaben und Datenmeldungen verwendet. Momentan betrifft dies folgende Prozesse: 

  • Netzzutrittsanfragen gem. Art 100 ElWG (umgesetzt)  

  • Marktteilnehmermeldungen gem. Art 123 Abs. 9 ElWG (in Entwicklung)  

  • Verteilernetzentwicklungspläne (V-NEP) gem. Art. 118 ElWG (in Entwicklung)  

  • Flexibility Needs Assessment (FNA) gem. Art. 150 ElWG (umgesetzt)  

Netzzutrittsanfragen 

Für die Neuerrichtung eines Netzanschlusses oder die Änderung eines bestehenden Netzanschlusses bei APG ist ein Antrag auf Netzanschluss erforderlich. Die Antragstellung erfolgt über den SurveyManager. Bei erstmaliger Nutzung ist eine Registrierung mit anschließender Freischaltung durch APG notwendig. Im Antrag sind alle erforderlichen projektspezifischen Daten zu erfassen und die für die Beurteilung des Netzanschlusses notwendigen Unterlagen beizulegen. 

Detaillierte Informationen zu diesem Prozess finden Sie hier

Marktteilnehmermeldungen (noch in Entwicklung) 

Nach § 123 Abs. 9 ElWG haben alle Marktteilnehmer den ÜNB Projektdaten für Anlagen ab 1 MW, die „errichtet, erweitert oder geändert werden,“ insbesondere „Daten zum Projektstatus“, sowie „Grundlagendaten, Verbrauchsprognosen, Änderungen der Netzkonfiguration, Messwerte und technische sowie sonstige relevante Projektunterlagen“ zu melden. 

Um den Marktteilnehmern die Erfüllung dieser gesetzlichen Pflicht zu ermöglichen, wird im SurveyManager die Möglichkeit bestehen, Projekte unabhängig von ihrem jeweiligen Entwicklungsstand als sogenannte „Marktteilnehmermeldung“ einzugeben. Diese Projekte können dann je nach Projektstatus aktualisiert werden. Projekte, welche Anschluss im APG-Netz benötigen, müssen außerdem eine Netzzutrittsanfrage stellen (siehe oben).  

Die Freischaltung der Marktteilnehmermeldung ist noch heuer geplant. 

Verteilernetzentwicklungspläne (V-NEP) 

Wie die ÜNB müssen die VNB ebenfalls Netzentwicklungspläne erstellen. Im Zuge dessen sieht das ElWG vor, dass die VNB die Planungsprämissen und Flexibilitätspotenziale, die dem V-NEP zugrunde liegen, den ÜNB übermitteln müssen (§ 118 Abs. 4 ElWG). Die ÜNB verfassen mit diesen Daten wiederum einen Bericht, in dem die Übereinstimmung mit den Annahmen mit anderen, wichtigen Planungstools geprüft wird. Ebenso wird der aus den V-NEP folgende Ausbaubedarf im Übertragungsnetz beurteilt.  

Das ElWG sieht in § 123 Abs. 9 weiters vor, dass für die Übermittlung der notwendigen Daten die von den ÜNB auf ihrer Website zur Verfügung gestellte Plattform zu verwenden ist. Der genaue Ablauf und Umfang der Dateneinmeldung wird derzeit überarbeitet. 

Flexibility Needs Assessment (FNA) 

Im Flexibility Needs Assessment (FNA, festgelegt in § 150 ElWG) wird der Flexibilitätsbedarf in beide Richtungen (Lasterhöhung/Erzeugungsreduktion vs. Lastreduktion/Erzeugungserhöhung) und in verschiedenen Zeithorizonten ermittelt. Die Bedarfe werden alle 2 Jahre auf Übertragungs- und Verteilnetzebene erhoben und von den Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern an die Regulierungsbehörde gemeldet. Anschließend erstellt die Regulierungsbehörde einen Bericht. Zur Unterstützung der Datenmeldungen in einem einheitlichen Format durch die Verteilnetzbetreiber hat APG den SurveyManager zur Verfügung gestellt. Es ist geplant, diesen Prozess auch in Zukunft so beizubehalten, insbesondere, da die digitale Meldung nicht nur die Erhebung durch ECA erleichtert, sondern dadurch auch der Fine-Tuning-Prozess, welcher durch APG durchzuführen ist, effizient gestaltet werden kann.  

Vorteile des SurveyManagers

Die Bedeutung des SurveyManagers als zentrale Plattform zur Bündelung unterschiedlichster Datenerhebungen für die Systemplanungsprozesse der APG wurde bereits dargelegt. Die Vorteile beschränken sich jedoch nicht auf die APG: Auch Projektentwickler und VNB profitieren von der einheitlichen und benutzerfreundlichen Oberfläche. Technische und allgemeine Projektdaten können komfortabel über strukturierte Eingabemasken erfasst und – je nach Erhebung – auch mittels Upload eingespielt werden. Da im Rahmen der Marktteilnehmermeldung zusätzlich der jeweilige Projektstatus abgefragt wird, können bestehende Einträge bei Projektänderungen einfach aktualisiert und fortgeschrieben werden. Dies reduziert den Erfassungsaufwand und gewährleistet eine konsistente Datenbasis über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg. 

Für die Netzplanung stellt der SurveyManager ein wesentliches Werkzeug dar, da er eine kontinuierliche, strukturierte und belastbare Datengrundlage schafft. Die gewonnenen Informationen ermöglichen eine zielgerichtete Analyse zukünftiger Netzanforderungen und unterstützen die Entwicklung nachhaltiger und effizienter Netzausbaustrategien. 

Besonders hervorzuheben sind hier die interaktiven Kartendarstellungen, die einen unmittelbaren Überblick über die geografische Verteilung von Erzeugungs-, Verbrauchs- und Speicherprojekten ermöglichen. Dabei ist eine präzise Verortung bis auf Umspannwerksebene möglich. Marktteilnehmer erhalten so nicht nur einen transparenten Überblick über den Fortschritt ihrer Projekte, sondern auch über potenzielle Herausforderungen und Wechselwirkungen im Netzumfeld.  

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Hochspannungsleitungen mit Windkraftanlagen im Hintergrund bei Sonnenuntergang

Zugang und Nutzung

Um beim SurveyManager Daten einmelden zu können, müssen Sie sich zuerst registrieren. Hierfür klicken Sie beim Login-Fenster auf „Noch kein Benutzer? Jetzt registrieren!“. Im Anmeldeformular geben Sie folgende Informationen an:  

  • Vorname 

  • Nachname 

  • E-Mail-Adresse 

  • Unternehmen 

  • Motivation (Bitte geben Sie hier an, für welchen Prozess – Netzzutrittsanfrage, Marktteilnehmermeldung, Flexibilty Needs Assessment, Verteilernetzentwicklungsplan –  Sie sich registrieren.) 

Im Anschluss wird Ihre Registrierung von unseren Administratoren geprüft. Nach Freigabe erhalten Sie eine Bestätigungsemail mit Ihren Zugangsdaten, welche für die Erstanmeldung notwendig sind. Mit dieser können Sie Ihr Passwort und die Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten. Zusätzlich erhalten Sie in der E-Mail eine genaue Anleitung, wie der weitere Anmeldeprozess durchzuführen ist.  Diese finden Sie auch unten im Downloadbereich. 

Nach erfolgter Anmeldung stehen Ihnen Anleitungen zum Einmelden von Projekten in laufenden Umfragen sowie zur Handhabung der Visualisierungen auf der Plattform zur Verfügung. Bei Interesse bieten wir Ihnen auch gerne ein virtuelles Onboarding an, bei dem Sie die Möglichkeit haben, das System kennenzulernen. Melden Sie sich bitte hierzu direkt bei surveymanager@apg.at

Frequently Asked Questions (FAQ)

Bei Fragen zu den jeweiligen Prozessen wenden Sie sich bitte an das jeweilige Postfach:

Netzzutrittsanfrage: netzanschluss@apg.at 

Marktteilnehmermeldung, Verteilernetzentwicklungsplan, Flexibility Needs Assessment: surveymanager@apg.at  

 

Bei Fragen oder Anregungen zur technischen Plattform wenden Sie sich bitte ebenfalls an surveymanager@apg.at

Wir melden uns zeitnah bei Ihnen. Bitte warten Sie noch ein paar Tage ab, bevor Sie uns kontaktieren. Falls Sie Fragen zu Registrierung haben, wenden Sie sich bitte an surveymanager@apg.at  

Die Plattform bietet die Möglichkeit, direkt Feedback zu geben. Klicken sie dafür auf den Knopf rechts oben. Unser Team kümmert sich in Kürze darum.

Wir nutzen Sie, um unsere gesetzlichen Pflichten zu erfüllen. Dies beinhaltet insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Erstellung des Netzentwicklungsplans und die Beantwortung von Netzzutrittsanfragen sowie die Netzplanung. 

Um IT-, Mandanten- und Datensicherheit zu gewährleisten, wird eine Zwei-Faktor-Authentifizierung mit gängigen Tools zusätzlich zum passwortbasierten Login verwendet. Außerdem wird durch die implementierten Nutzerrollen sichergestellt, dass die Daten nur von berechtigten Parteien eingesehen und bearbeitet werden können. 

Ja. Der SurveyManager wird laufend weiterentwickelt, um weitere Prozesse abbilden zu können, sowie die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen.

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