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16.06.2026

Netzraum Kärnten: APG und Kärnten Netz präsentieren adaptierten Trassenverlauf in Feldkirchen

Klagenfurt/Feldkirchen, 16. Juni 2026 – Großes Interesse zeigte die Feldkirchner Bevölkerung bei der gestrigen Informationsveranstaltung im Stadtsaal: Über 600 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadtgemeinde Feldkirchen, um sich über den adaptierten Verlauf der geplanten 380-kV-Leitung im Gemeindegebiet zu informieren. Im Mittelpunkt stand die Gegenüberstellung verschiedener Trassenvarianten. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die Trasse über Persching Nord wird nun in die weitere Planung übernommen. 

Seit der Vorstellung der Grobtrasse ist der Dialog mit den Gemeinden ein wesentlicher Bestandteil der Projektentwicklung. Wie auch in anderen Gemeinden hat die Stadtgemeinde Feldkirchen sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger in zahlreichen Gesprächen konkrete Vorschläge für alternative Trassenführungen eingebracht. Diese wurden umfassend geprüft und nun die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Zwei Varianten im Vergleich 

Die untersuchte Adaptierung der Grobtrasse nach Norden im Bereich Persching – Zingelsberg verbessert die Situation hinsichtlich der Nähe zu einzelnen Wohnhäusern deutlich. Aus ökologischer Sicht ergeben sich keine wesentlichen Änderungen. Die alternative Verlegung der Grobtrasse nach Süden über Gradisch – Oberglan – Naßweg – Ingelsorf würde die Länge der Trasse um etwa 1,5 Kilometer verkürzen, hätte jedoch mehr Annäherungen an Wohngebäude im Abstand von bis zu 200 Metern zur Folge. Zudem bringt diese Variante aus naturschutzfachlicher Sicht keine relevanten Verbesserungen.  

Adaptierte Grobtrasse (Planungstrasse) überzeugt in der Gesamtbewertung 

In der Gesamtschau der relevanten Fachbereiche der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist die Planungstrasse die eindeutig bessere Lösung. ​Ausschlaggebend sind insbesondere die geringere Anzahl an Wohngebäuden im Nahbereich der Trasse sowie die naturschutzfachlichen Vorteile. Darüber hinaus sind bei dieser Trasse keine größeren zusammenhängenden Baulandreserven oder Baulandentwicklungsflächen im Abstand von bis zu 200 Metern zur Trassenachse betroffen. 

Im Anschluss an die Präsentation nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, Fragen direkt an die Expertinnen und Experten zu richten. Die beiden Projektleiter Wolfgang Hafner von APG und Gernot Kowatsch von Kärnten Netz betonten: „Die vielen Gespräche der vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch vor Ort ist. Deshalb haben wir die eingebrachten Anregungen und Alternativen sorgfältig geprüft und bewertet. Mit der nun vorliegenden adaptierten Grobtrasse inklusive des Abschnittes über Persching Nord liegt aus heutiger Sicht jene Trasse vor, die die Interessen von Anrainerinnen und Anrainern sowie die Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes am besten berücksichtigt“. 

Wie geht es weiter?  

In den nächsten Monaten, bis Ende Herbst 2026, werden nun gemeinsam mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern die Maste und Zufahrten fixiert.  

 

Über das Projekt 

Netzraum Kärnten ist ein Kooperationsprojekt von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz (KNG-Kärnten Netz). Es sieht eine 380-kV-Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei Völkermarkt in Kärnten sowie einen umfassenden Ausbau und die Verstärkung des Kärntner 110-kV-Netzes vor. Das Vorhaben ist ein Schlüsselprojekt für Kärnten, Osttirol und ganz Österreich, da die bestehenden Leitungen stark ausgelastet sind und ihre Kapazitätsgrenzen erreichen. Mit diesem Projekt eröffnet sich eine Jahrhundertchance: Es stärkt Kärnten und Osttirol als Wirtschafts- und Lebensraum, sichert die Stromversorgung kommender Generationen, ermöglicht die zusätzliche Einspeisung von Strom aus erneuerbarer Energie und unterstützt den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. 

Über Austrian Power Grid (APG)

Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025:595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.

 

Pressekontakt

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Wolfgang Gröger

Wagramer Straße 19 (IZD-Tower)
1220 Wien

Phone +4366488342824 Email wolfgang.groeger@apg.at
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