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Pressemeldung 28.04.2021

Licht-Schatten Wechsel: Austrian Power Grid übergibt Mia Preis an AIT Forschungsprojekt für kurzfristige Pv Erzeugungsprognose

Als zentraler Akteur der Energiewirtschaft unterstützt APG damit Österreichs Zielsetzung 100 Prozent des Strombedarfs bis 2030 aus erneuerbaren Quellen zu decken. „Der MIA-Award hilft dabei, Zukunftsprojekte mit Potenzial vor den Vorhang zu holen“, erklärt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die den Preis gemeinsam mit anderen Partnern wie dem Klima- und Energiefonds ins Leben gerufen hat.

Heute am 28. 04. 2021 wurden aus insgesamt vier Kategorien (Tech Solution & Local Hero, Resilient Energy Systems, Entrepreneur sowie Next Generation) die Gewinner bekanntgegeben. Gerhard Christiner, technischer Vorstand APG überreichte gemeinsam mit der Bundesministerin den Preis in der Kategorie „Resilient Energy Systems - Lösungen für eine sichere Energieversorgung der Zukunft“ symbolisch via virtueller Videobotschaft an Erigeneia, einem innovativen Forschungsprojekt vom AIT Austrian Institute of Technology und dem Kooperationspartner Fronius. „Damit die Energiewende gelingt, braucht es noch zahlreiche Ideen und Projekte. Eine ungemeine Herausforderung ist es, die volatilen Erneuerbaren optimiert betriebstechnisch integrieren zu können. Das vorliegende Projekt hat sich genau diesem Thema gewidmet und sich die Frage gestellt, wie man die volatile Erzeugung aus PV-Anlagen kurzfristig und präzise prognostizieren kann“, sagt Christiner.

Aktuell gibt es österreichweit weit über 100.000 PV-Anlagen - Tendenz stark steigend. Mit diesem Projekt wird die Möglichkeit geschaffen, Wetterdaten mit aktuellen Erzeugungsdaten aus den PV-Anlagen zu verschneiden und mittels Machine Learning Einsatz daraus eine sehr genaue Prognose der PV-Erzeugung zu ermöglichen. „Damit hat das Projekt eine wesentliche Bedeutung für den weiteren Ausbau von PV-Anlagen, weil es nicht nur lokal, sondern auch österreichweit dabei helfen kann, die Stromnetze bestmöglich zu nutzen und den Regelenergiebedarf zu senken. Das bedeutet einen großen Mehrwert für sichere Stromversorgung und das Gelingen der Energiewende in Österreich“, so Christiner.

Um das weitere Potenzial des Projekts und eine Zusammenarbeit mit APG auszuloten, wird es in den kommenden Wochen einen gemeinsamen Workshop zwischen dem APG-Innovationsteam und dem Gewinnerteam bestehend aus Experten von AIT Center for Energy und Fronius geben, denn damit die Energiewende gelingt, bedarf es eines gesamtsystemischen Ansatzes. „Wir freuen uns sehr über den ersten Platz bei den MIA-Awards. Diese Auszeichnung unterstreicht das Potenzial von unserem Projekt Erigeneia und weckt hoffentlich die erhöhte Aufmerksamkeit bei interessierten Partnern, um die nächsten Schritte hin zu einer Realisierung des Konzeptes in Österreich und darüber hinaus zu ermöglichen. Die Erschließung der Energiedaten in Kombination mit datengetriebenen Methoden wie Machine-Learning wird einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energie- und Klimawende leisten.“ sagt Stefan Übermasser, Projektleiter von Ergeneia, AIT Center for Energy. Forschungs- und Innovationsförderung spielen dabei eine ganz besondere Bedeutung. APG hat aktuell nahezu 80 Forschungs- und Innovationsprojekte in der Umsetzung sowie Konzept-Pipeline.

Grafik Erigeneia: Im Projekt ERIGENEIA wurde ein Prototyp für eine kurzfristige PV-Prognose für lokalen Anlagen entwickelt, um die Optimierung lokaler Speicher auf die PV Erzeugung abstimmen zu können. Die Methode verwendet Daten von Wechselrichtern und Machine-Learning um Wolken Verschattungen (und damit verbundene Leistungsschwankungen der PV Anlagen) in Abhängigkeit von Windgeschwindigkeit und Richtung geografisch und zeitlich vorherzusagen.

Mehr Informationen zum Projekt-Erigeneia: Den Link zur online Preisverleihung finden Sie hier: https://youtu.be/GBMJks75ft4?t=1971 

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