Hochspannungsmast
01.10.2020
Starke Stromnetze sind der Schlüssel der Energiewende

Nur durch ausreichende Kapazitäten in der Strominfrastruktur können erneuerbare Produktionsformen in ganz Österreich nutzbar gemacht werden. Wien (OTS) - Windenergie kann nur mittels starker Stromnetze zu den Verbrauchern gelangen. In Österreich wird ein Großteil des Windstroms im Osten produziert. Große Verbraucherzentren wie etwa die Industrie oder aber die wichtigen Pumpspeicheranlagen befinden sich jedoch auch im Norden, Süden oder Westen des Landes. 

„Wenn bis 2030 der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, erfordert das einen beschleunigten Ausbau der Strominfrastruktur. Schaffen wir das nicht, steht die Energiewende am Spiel, weil der erneuerbare Strom dann nicht in Österreich verteilt werden kann“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand von APG. Insgesamt ist bis 2030 in Österreich ein Ökostrom-Ausbau von 27 TWh vorgesehen, davon sollen 11 TWh (11.000 MW Leistung) auf Photovoltaik (PV) entfallen, 10 TWh (5.000 MW) auf Windkraft, 5 TWh (1.250 MW) auf Wasserkraft und 1 TWh (200 MW) auf feste Biomasse. Die APG ist mit ihrer Strominfrastruktur wichtiger Partner aller Betreiber von erneuerbaren Anlagen insbesondere der Windkraft. Erst ausreichende Kapazitäten im Stromnetz machen die erneuerbaren Energien für alle Österreicherinnen nachhaltig nutzbar. „Damit wir planmäßig die nötigen Kapazitäten bereitstellen können, brauchen wir vor allem die rasche Umsetzung der Salzburgleitung. Weitere Voraussetzung sind rasche Genehmigungs- und Planungsverfahren“, sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand von APG