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08.06.2020
APG: Neue Software macht Europas Stromversorgung noch sicherer
Stromtransport wird weiter digitalisiert. Mit zwei neuen Software-Tools kann die Balance zwischen Angebot und Nachfrage noch besser prognostiziert werden. „Wir haben die Software gemeinsam mit unseren Europäischen Partnern in der ENTSO-E entwickelt. Insgesamt 38 europäische Übertragungsnetzanbieter nutzen sie bereits seit dem Frühjahr 2020. Wir haben den Zeitplan für den geplanten Go-Live trotz Corona-Pandemie halten können“, sagt Tahir Kapetanovic, Chef des APG-Kontrollcenters. Die beiden Tools namens „Outage Planning Coordination“ (OPC) und „Short Term Adequacy forecast“ (STA) werden die Zusammenarbeit in Europa vereinfachen und machen die Stromversorgung in Europa und Österreich noch sicherer.

Mit OPC planen die beteiligten Netzbetreiber auf regionaler Basis Abschaltungen, dabei werden unter anderem Wartungs-, Revisions- und Projektzeitpläne koordiniert. Stromversorgung und -handel werden so beispielsweise trotz notwendiger Abschaltungen sichergestellt.

STA ermöglicht eine Lastdeckungsprognose auf dem Zeithorizont zwischen einer Woche bis zu einem Tag im Voraus. Vor dem Hintergrund der Energiewende ist das besonders wichtig: Es braucht innovative Lösungen, um die ökologische, aber wetterbedingt stark schwankende Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien intelligent in das System integrieren, und auch in Zukunft effizient managen zu können.

Kapetanovic: „Grenzüberschreitende Koordination und intensive Zusammenarbeit aller nationalen Übertragungsnetzbetreiber (TSOs, Transmission System Operators) sind die Voraussetzung dafür, dass die Stromversorgung EU-weit reibungslos funktioniert. Einheitliche Regeln und Standards für den Netzbetrieb werden durch solche gemeinsam entwickelte Tools in die Praxis umgesetzt.“ Der Go Live der beiden Tools ist ein weiterer Beleg für die funktionierende paneuropäische Zusammenarbeit der europäischen Übertragungsnetzbetreiber.