ThomasKarall_GerhardChristiner Haeusler
17.12.2019
Austrian Power Grid investiert 2,9 Milliarden Euro in die Stromsicherheit Österreichs
Bei APG wird der Netzausbau in einem umfangreichen Prozess über Jahre im Voraus geplant. Dies ist aufgrund der langen Umsetzungszeiträume erforderlich, um zukünftig notwendige Transport-kapazitäten bereitzustellen. Dabei sind die Projekte der kommenden drei Jahre (d.h. 2020 bis 2022) verpflichtend umzusetzen. „Trotzdem ist eine jährliche Genehmigung notwendig, da es sich bei der Netzausbauplanung um einen transparenten und international abgestimmten Prozess handelt, bei dem die Stakeholder einbezogen werden“, erklärt Christiner. Der im August bei E-Control eingereichte NEP2019 wurde soeben von der E-Control genehmigt.
Österreich braucht Strom, das ist jedem klar. Doch wie kommt dieser zu jedem Einzelnen von uns, welche Prozesse laufen im Hintergrund ab, und was spielt Austrian Power Grid (APG) dabei für eine Rolle? „Das Strom-Übertragungsnetz stellt das Rückgrat der österreichischen Stromversorgung dar und spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Versorgungsicherheit und die Erreichung der Klimaziele geht“, sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG. Wie das Übertragungsnetz künftig ausgebaut wird, ist im Netzentwicklungsplan beschrieben. „Wenn wir von der Dekarbonisierung Österreichs sprechen, spielt Strom aus erneuerbarer Energie eine wichtige Rolle nicht nur für private Haushalte, sondern auch für die Industrie. Aktuell basieren viele Industrieprozesse, wie etwa die Stahlproduktion, auf der Nutzung von fossilen Energieträgern. Künftig werden viele energieintensive Industrie- und Gewerbebetriebe auf Strom aus erneuerbaren Quellen umsteigen“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand der APG. Um den benötigten Strom transportieren zu können, sind im Netzentwicklungsplan die Netzausbauprojekte der nächsten zehn Jahre festgehalten. Neben der höchst wichtigen Salzburgleitung wurde z.B. für den Zentralraum Oberösterreich ein Anspeisekonzept entwickelt, mit dem APG der voestalpine einen zukunftsorientierten 220-kV-Netzanschluss zur Verfügung stellen kann. In Kärnten wiederum ist ein neues Umspannwerk in Villach in Planung, weil Infineon Technologies AG, ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, besonders hohe Anforderungen an die Versorgungsqualität des Stroms hat.