08.11.2019
SIDC Single Intraday Coupling
Die einheitliche Intraday-Marktkopplung (Single Intraday Coupling-SIDC) und lokale Implementierungsprojekte (LIPs) bestätigen das zweite Go-Live im November 2019. Die vierzehn bereits gekoppelten Länder werden mit sieben weiteren Ländern verbunden.

Nominierte Strommarktbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber bestätigen das angestrebte Zieldatum für die Inbetriebnahme des SIDC (vormals bekannt als XBID) und das Go-Live von zwei weiteren lokalen Implementierungsprojekten am 19. November mit erster Lieferung am 20. November. Diese Bestätigung folgt auf den erfolgreichen Abschluss der Tests und der ersten Testphase für Marktteilnehmer. Der erfolgreiche Abschluss der noch ausstehenden Aktivitäten und Vorbereitungen bleiben weiterhin Voraussetzungen für die Inbetriebnahme im November 2019.

Als weiterer wichtiger Schritt zum Ausbau des europäischen Intraday-Marktes wird die geplante Inbetriebnahme mit den beiden zusätzlichen lokalen Implementierungsprojekten den kontinuierlichen Stromhandel auf die folgenden Länder ausweiten: Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Sie schließen sich den bestehenden Ländern an, die bereits das SIDC betreiben: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Lettland, Litauen, Norwegen, Österreich, die Niederlande, Portugal, Spanien und Schweden. Die dritte Go-Live-Welle wird mit Ende 2020 erwartet.

Das SIDC basiert auf einem gemeinsamen IT-System bestehend aus einem Shared Order Book (SOB), Capacity Management Module (CMM) und Shipping Module (SM). Diese Lösung ermöglicht es, bei ausreichender grenzüberschreitender Übertragungskapazität Gebote von Marktteilnehmern aus unterschiedlichen Marktgebieten innerhalb der vom Projekt abgedeckten Region zusammenzuführen. Sie unterstützt sowohl die explizite Allokation an den Grenzen Kroatien/Slowenien und Frankreich/Deutschland (wie von den NRAs gefordert) als auch den impliziten kontinuierlichen Handel. SIDC steht in Einklang mit dem EU-Zielmodell für einen integrierten Intraday-Markt.

Die europaweite Kopplung der Intraday-Märkte durch grenzüberschreitenden Handel ist ein Schlüsselelement zur Schaffung des europäischen Elektrizitätsbinnenmarkts. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im europäischen Energiemix ist das Verknüpfen der unterschiedlichen Intraday-Märkte von zunehmender Bedeutung für Marktteilnehmer, die ihre jeweiligen Bilanzkreise immer kurzfristiger auszugleichen müssen. Der Zweck der SIDC-Initiative ist es, die Gesamteffizienz des Intraday-Handels zu erhöhen.