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31.01.2019
Gleichenfeier für 50 Millionen Euro-Strominfrastrukturprojekt

Umspannwerk Ernsthofen wird zukunftsfit und sichert Stromversorgung in der Region


Am Mittwoch, 30. Jänner 2019 lud Österreichs unabhängiger Stromnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) zur Gleichenfeier ins Umspannwerk Ernsthofen. Bis 2020 werden 50 Millionen Euro in die Modernisierung der regionalen Strominfrastruktur investiert, um die Stromversorgung der Region langfristig zu sichern. Die anwesenden APG-Vorstände Gerhard Christiner und Thomas Karall betonten die besondere Bedeutung des Umspannwerks als Drehscheibe der sicheren Stromversorgung für Nieder- und Oberösterreich.

Mehr als 100 Gäste, darunter Ernsthofens Bürgermeister Karl Huber, Gemeinderatsmitglieder und beteiligte Baufirmen feierten gemeinsam mit dem Team der APG den raschen Baufortschritt des 5-jährigen Modernisierungsprojekts. „Kern des 50 Millionen-Investitionsprogramms ist die Erneuerung der knapp 80 Jahre alten 110-kV-Anlage, die den gestiegenen Anforderungen an die Stromversorgung langfristig nicht mehr gerecht wird,“ erklärt APG-Projektleiter Jürgen Pilgerstorfer zu Beginn der Veranstaltung. Pilgerstorfer fügt hinzu: „Als einer der wichtigsten Knotenpunkte im APG-Netz versorgt das Umspannwerk Ernsthofen zahlreiche Haushalte und Betriebe im Großraum Linz und Steyr, im Westen Niederösterreichs mit Amstetten sowie in der Region Enns-Donauwinkel mit Strom.“ Die Modernisierung des Umspannwerks sei deshalb wesentlich, um die Stromversorgung in der Region langfristig zu sichern.

Vor dem feierlichen Gleichenspruch konnten sich die Anwesenden vor Ort ein Bild vom Baufortschritt machen. „Mit der Fertigstellung des neuen 2-stöckigen Gebäudes für die geplante 110-kV-Gasisolierte Schaltanlage wurde ein wesentlicher Erweiterungs- und Modernisierungsmeilenstein abgeschlossen. Die topmoderne GIS-Anlage, die heuer im Herbst geliefert wird, ist platzsparend, besonders wartungsarm und erfüllt höchste technische Standards - damit sind wir für die Stromversorgung in den kommenden Jahrzehnten bestens gewappnet,“ so Wolfgang Plössnig, der seit über 30 Jahren APG-Betriebskoordinator ist, bei einer Führung auf dem Umspannwerksgelände. Auf einer Fläche von rund 2,5 Fußballfeldern wird die gesamte 110-kV-Schaltanlage abgebaut und vollkommen neu errichtet. Die Fertigstellung des gesamten Umbaus dauert noch bis September 2022.

Modernisierung des UWs geht zügig voran

„Mit der Sanierung der 1941 in Betrieb genommenen 110-kV-Schaltanlage erhöhen wir wesentlich die Stromversorgungs- und Ausfallsicherheit in der Region und stellen sicher, dass der Strom in jeder Sekunde, an 365 Tagen im Jahr an die Haushalte und Betriebe geliefert werden kann,“ erläutern die APG-Vorstände Gerhard Christiner und Thomas Karall den Interessierten.
 Auf dem elf Hektar großen Areal des Umspannwerks, das der Größe von 14 Fußballfeldern entspricht, werden rund 125 km Steuerkabel verlegt (Strecke von Ernsthofen nach Wien), 4 km Aluminiumrohre verbaut, 356 Tonnen Stahlbau montiert und insgesamt 620 Tonnen Hochspannungsgeräten und Stahlbau entsorgt.

Drehscheibe der Stromversorgung in NÖ und OÖ

Das Umspannwerk Ernsthofen hat für die Stromversorgung der Bundesländer Nieder- und Oberösterreich eine besondere Bedeutung: Als wesentlicher Knotenpunkt verbindet es Stromleitungen auf allen Hochspannungsebenen (110-, 220- und 380-Kilovolt), die vor allem Energie aus Wind- und Wasserkraft transportieren und verteilt die elektrische Energie aus dem überregionalen österreichischen Übertragungsnetz bedarfsgerecht. Die Stromversorgungsadern für den Großraum Linz und Steyr, den Westen Niederösterreichs mit Amstetten und Enns-Donauwinkel sowie für den gesamten westlichen Teil des Versorgungsgebietes der EVN laufen im Umspannwerk Ernsthofen zusammen.

Projektdaten

  • Ersatzneubau 110-kV-Schaltanlage:
    ➜ Neue 110-kV-Gasisolierte Schaltanlage
    ➜ Neue 110-kV-Freiluftschaltanlage
  • Neuer 220/110-kV-Transformator
  • Investitionssumme: rd. 50 Mio. Euro
  • Projektlaufzeit: September 2017 bis September 2022
  • Verbesserung der Stromversorgung für den Großraum Linz und Steyr, den Westen Niederösterreichs mit Amstetten sowie den Enns-Donauwinkel
  • Optimierung der Anbindung der Stromnetze von Netz Oberösterreich GmbH, Linz Strom Netz GmbH und Netz Niederösterreich GmbH
  • Erhöhung der Ausfallsicherheit in der Region

Bildbeschriftung: Manfred Gassner (geschäftsführender Gemeinderat Ernsthofen), kaufmännischer Vorstand der APG Thomas Karall, Ernsthofens Bürgermeister Karl Huber, APG-Technikvorstand Gerhard Christiner, Johann Schaurhofer (geschäftsführender Gemeinderat Ernsthofen), (v.l.n.r.)