15.03.2015
Partielle Sonnenfinsternis bestens bewƤltigt
APG-Netz dank intensiver Vorbereitungen und internationaler Zusammenarbeit durchwegs stabil

Die intensive Vorbereitung und gute internationale Zusammenarbeit der APG mit den anderen europäischen Übertragungsnetzbetreibern hat sich bewährt: Die partielle Sonnenfinsternis, zu der es heute zwischen 09.00 und 12.11 Uhr in ganz Europa kam, wurde bestens bewältigt.

Die APG hatte bereits im Vorfeld breit angelegte Vorsichtsmaßnahmen für das heutige Naturphänomen getroffen. Als Mitglied im Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E war die APG Teil einer Task Force, die sich ein Jahr lang mit den notwendigen Vorab-Analysen und entsprechenden Vorbereitungen auf das Ereignis befasste. Das APG-Personal, insbesondere die diensthabenden System-Operatoren in der APG-Steuerzentrale wurden seit Wochen auf die partielle Sonnenfinsternis vorbereitet. Speziell für den heutigen Tag angesetzte Telefonkonferenzen mit den Übertragungsnetzbetreibern der Nachbarländer stellten die Abstimmung aller zu treffenden Maßnahmen sicher. Darüber hinaus hatte die APG im Rahmen ihrer Störfallmanagement-Vereinbarungen die Möglichkeit, die heimischen Pumpspeicherkraftwerke strategisch einzusetzen. Der Erzeugungseinbruch in Österreich blieb im Bereich der erwarteten 120 MW und konnte durch die APG-Regelreserven ausgeglichen werden. Darüber hinaus haben die flexiblen österreichischen Pumpspeicherkraftwerke einen wichtigen Beitrag zur Ausregelung des deutschen Leistungseinbruchs geleistet. Das österreichische Übertragungsnetz war dank der genauen Prognosen der APG während der gesamten Sonnenfinsternis stabil.

Photovoltaikerzeugung Herausforderung für Netzbetrieb

Eine partielle Sonnenfinsternis ist ein vorhersehbares und daher gut planbares Naturereignis. Die in Kontinentaleuropa installierte Photovoltaikleistung ist inzwischen ein sehr relevanter Aspekt in der europäischen Stromversorgung geworden. Es sind mittlerweile über 80.000 MW PV-Leistung am europäischen Netz. Bei voller Einspeisung könnte damit ganz Deutschland alleine aus Sonnenstrom versorgt werden. Starke Schwankungen in der PV-Erzeugung können zu großen Herausforderungen beim Netzbetrieb führen. Die Spezialisten der APG haben daher im Rahmen der ENTSO-E Task Force in den vergangenen Monaten intensiv an den notwendigen Vorbeugungsmaßnahmen für den 20. März 2015 gearbeitet.