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11.11.2014
APG startet aktive Mitwirkung in der CWE-Region
Beitrag zum Common Grid Model: Übermittlung von D2CF-Files
 

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, einen einheitlichen paneuropäischen Strommarkt zu entwickeln: Durch die Verschränkung der Märkte soll der Stromhandel für die Markteilnehmer weiter verbessert und damit die soziale Wohlfahrt innerhalb der Region erhöht werden. Die Übertragungsnetzbetreiber sind im Rahmen diverser Projekte direkt an der Umsetzung dieses Vorhabens beteiligt, die APG ist beispielsweise mit dem Projekt CWE-Integration beteiligt: Mit 12. November 2014 startet die Übermittlung von D2CF-Files für die CWE-Region. Die APG erreicht damit den ersten Meilenstein in Richtung vollständiger CWE-Integration.

Die mittels EU-Verordnungen vorgegebene, paneuropäische Marktintegration soll ausgehend von verschiedenen geografischen Regionen erfolgen. Nachdem 2013 die Erweiterung der CWE-Region um Österreich beschlossen wurde, ist die APG mittlerweile Teil der Regionen CWE, CEE und CSE. Seit dem offiziellen Projektstart Mitte diesen Jahres ist die APG mit dem Projekt CWE-Integration zusätzlich am Prozess der Marktintegration beteiligt. In mehreren Schritten soll in den kommenden Jahren die vollständige Einbindung in die Region Central West Europe (CWE) – und damit in deren operative Aktivitäten mit dem Ziel der lastflussbasierten Kapazitätsberechnung (Flow Based Capacity Calculation) – gelingen. Die CWE-Region setzte sich bisher aus den Ländern Frankreich, Niederlande, Belgien und Deutschland zusammen.

Um eine reibungslose Integration der APG in die CWE-Region zu ermöglichen, wurde von der APG ein umfassender Maßnahmenplan aufgesetzt, der als ersten Schritt die Übermittlung so genannter D2CF-Files (Two Day Ahead Congestion Forecast) beinhaltet. Diese Files werden als Grundlage zur lastflussbasierten Kapazitätsberechnung in der CWE-Region benötigt. Sie bestehen für die jeweilige Regelzone aus stundenscharfen Informationen bezüglich Netztopologie, Regelzonensaldo sowie aus knotenscharfen Last- und Erzeugungsdaten.

Die operative Übermittlung der D2CF-Daten der APG beginnt am 12. November 2014. Diese täglich gelieferten Daten werden künftig mit jenen der anderen CWE-TSOs zusammengeführt und ein Common Grid Model (CGM) für die CWE-Region erstellt. Bis dato wurde das österreichische Übertragungsnetz im CGM lediglich anhand von DACF-Daten (Day Ahead Congestion Forecast) abgebildet. Mit der zusätzlichen Übermittlung der österreichischen D2CF-Daten wird die Berechnung des CGM in Zukunft verbessert.

Um die vollständige Integration in die Flow Based Aktivitäten der CWE-Region zu ermöglichen, arbeitet die APG bereits gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern der anderen CWE-Länder an der Vorbereitung der nächsten Schritte.