alt=""
02.10.2015
15-Minuten-Kontrakte auf dem österreichischen Intraday-Markt erfolgreich gestartet
108,75 MWh Strom-Handelsvolumen am ersten Tag
 

Der Handel mit 15-Minuten-Kontrakten auf dem Intraday-Strommarkt in Österreich ist am 1. Oktober erfolgreich gestartet. 108,75 MWh wurden am ersten Tag gehandelt, davon 42,4 MWh grenzüberschreitend. Das Segment profitiert damit unmittelbar von der vorhandenen Liquidität auf dem kontinuierlichen deutschen und schweizerischen Handel mit 15-Minuten-Kontrakten.

Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Austrian Power Grid (APG), seine deutschen Pendants Amprion, Tennet und TransnetBW, die Europäische Strombörse EPEX SPOT und ihr Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC) haben für diese Ausweitung in den vergangenen Monaten eng zusammengearbeitet. Am 16. Juli war die Vorlaufzeit für den grenzüberschreitenden Intraday-Handel an der deutsch-österreichischen Grenze auf 60 Minuten reduziert worden. Nun wird die Einführung von 15-Minuten-Kontrakten in Österreich durch Anpassungen der Fahrplan- und Kapazitäts-Systeme seitens des österreichischen und der deutschen ÜNB möglich. Der grenzüberschreitende Handel mit deutschen und schweizerischen 15-Minuten-Kontrakten ist von Beginn an ein integraler Bestandteil der Ausweitung, die Kontrakte erstrecken sich damit nunmehr über drei Länder.

15-Minuten-Kontrakte wurden zuerst auf dem deutschen Intraday-Markt eingeführt und sind seitdem eine Erfolgsgeschichte. Im Juni 2013 wurden sie zum Zeitpunkt der Einführung des Schweizer Intraday-Markts auf die Schweiz ausgeweitet – mit der Möglichkeit, diese Kontrakte grenzüberschreitend mit Deutschland zu handeln. Seit Dezember 2014 liefert eine ergänzende 15-Minuten-Eröffnungsauktion auf dem deutschen Intraday-Markt ein klares Preissignal auf 15-Minuten-Basis. Rund 12 TWh wurden seit dem Start in 15-Minuten-Kontrakten gehandelt, und seit Jahresbeginn wurden weit über 300 GWh monatlich gehandelt.