Windräder und Stromleitungen
Ersatzneubau APG-Weinviertelleitung

Mit dem Ersatzneubau der über 70 Jahre alten Weinviertelleitung sichert APG jetzt und in Zukunft eine nachhaltige Netzanbindung, und damit die sichere Stromversorgung in Ihrer Region und ganz Niederösterreich. Die neue Leitung ist Voraussetzung für die weitere Integration sowie die regionale und österreichweite Verteilung von Wind- und Sonnenenergie. Mit ihrer Fertigstellung im Sommer 2022 trägt sie wesentlich für das Gelingen der Energiewende sowie die Elektrifizierung von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft bei.

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Die Weinviertelleitung ist momentan eines der größten und wichtigsten Projekte der APG für Österreich. Mit ihr wird die zunehmende Windkraft aus dem Weinviertel ins überregionale Netz der APG gespeist und österreichweit nutzbar gemacht. APG investiert dafür rund 200 Millionen Euro in den Wirtschafts- und Lebensraum Niederösterreich.

Die sichere Stromversorgung in Ihrer Region und ganz Niederösterreich wird durch die neue Leitung nachhaltig erhöht. Durch die weitere Integration der Weinviertler Wind- und Sonnenenergie, leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des niederösterreichischen Klima- und Energieplans 2030 sowie der österreichischen Klima- und Energieziele.

Die Bestandsleitung war aufgrund der langen Betriebsdauer sanierungsbedürftig und die Trasse für zukünftige Anforderungen nicht mehr optimal. Daher war es notwendig, eine neue Trassenführung zu entwickeln, welche die geografische Entwicklung der Erzeugungsseite entsprechend berücksichtigt: Die neue APG-Weinviertelleitung wird künftig ab Seyring als 380-kV-Leitung bis zum Umspannwerk Zaya geführt, welches im Zuge des Projekts neu errichtet wird. Im Umspannwerk Zaya erfolgt eine neue Anbindung an das niederösterreichische 110-kV-Netz sowie eine 220-kV-Verbindung zur tschechischen Staatsgrenze. Mitte 2022 wird die neue Weinviertelleitung und auch das Umspannwerk Zaya ans Netz gehen.

Zeitplan

Sommer 2022
Geplante Inbetriebnahme der APG-Weinviertelleitung
Mai - September 2021
Anlieferung der Transformatoren im UW Zaya
Juli 2021
Trafotaufe durch Präsident des NÖ Landtags Karl Wilfing
September 2019
Baubeginn für die Leitungsanlage

Juni 2019 

Baubeginn für das Umspannwerk Zaya
08.11.2018
Mündliche Verhandlung am BVwG und Verkündigung der positiven Erkenntnis (Projekt ist rechtskräftig)
Mai 2018
Start des Verfahrens beim Bundesverwaltungsgericht (BvWG)
01.03. - 12.04.2018
Auflage des UVP-Bescheids zur öffentlichen Einsichtnahme in allen Projektgemeinden und beim Land NÖ; Frist für die Abgabe von Stellungnahmen zum Bescheid
20.02.2018
APG-Weinviertelleitung wird von der NÖ-Landesregierung positiv genehmigt
14.09. - 18.09.2017
Öffentliche mündliche Verhandlung im Historismussaal (Reichensteinhof - 2170 Poysdorf, Liechtensteinstraße 1)
27.06. - 25.08.2017
Auflage des Umweltverträglichkeits-Gutachtens zur öffentlichen Einsichtnahme in allen Projektgemeinden; Frist für die Abgabe von Stellungnahmen zum Gutachten
18.01. - 08.03.2017
Auflage der Projektunterlagen zur öffentlichen Einsichtnahme in allen Projektgemeinden; Frist für die Abgabe von Stellungnahmen zum Projekt
06.09.2016
Einreichung der Projektunterlagen (Genehmigungsantrag, Vorhabensbeschreibung und Umweltverträglichkeitserklärung) zum Verfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung beim Land Niederösterreich
2015 - 2016
Planung und Erstellung der Projektunterlagen sowie der Umweltverträglichkeitserklärung
Investitionvolumen
  • rund 200 Millionen Euro Gesamtinvestition (Leitung + Umspannwerk Zaya)
  • APG investiert im Jahr 2021 rund 357 Millionen Euro in die heimische Strominfrastruktur, bis 2031 sogar 3,5 Milliarden Euro.
Ermöglichen der Energiewende und Elektrifizierung von Gesellschaft Wirtschaft und Industrie
  • Mit Fertigstellung Mitte 2022 trägt die Weinviertelleitung wesentlich zu einer sicheren und nachhaltigen Stromversorgung in Ihrer Region und ganz Österreich bei.
  • Mit ihr wird die Weinviertler Wind- und Sonnenenergie ins überregionale Netz der APG gespeist und somit österreichweit nutzbar gemacht.
  • Im nächsten Jahrzehnt werden viele Teile unseres Lebens mit elektrischer Energie versorgt. Insbesondere werden in Zukunft fossilbasierte Produktionsprozesse in Wirtschaft und Industrie auf strombasierte Prozesse umgestellt. Die Verfügbarkeit dafür wird durch die neuen Kapazitäten der Weinviertelleitung für Niederösterreich sichergestellt.
Boost für die heimische Wirtschaft
  • Neben der Erhöhung der sicheren Stromversorgung und dem Ermöglichen der Elektrifizierung von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft, setzt die Weinviertelleitung auch eine Wertschöpfungskette in Gang.
  • Die Investition der rund 200 Millionen Euro bringt für Österreich eine Wertschöpfung von rund 132 Millionen Euro, davon 31 Millionen Euro in Niederösterreich.
  • Insgesamt werden durch das Projekt 2.100 Arbeitsplätze geschaffen, davon 600 Arbeitsplätze alleine in Niederösterreich.
Trassenverlauf
  • Die neue Weinviertelleitung wird künftig ab Seyring als 380-kV-Leitung bis zum Umspannwerk Zaya geführt, welches im Zuge des Projekts neu errichtet wird. Im Umspannwerk Zaya erfolgt eine neue Anbindung an das niederösterreichische 110-kV-Netz sowie eine 220-kV-Verbindung zur tschechischen Staatsgrenze.
Leitungslänge
  • Die Weinviertelleitung besteht aus 202 Masten und hat eine Gesamtlänge von 63 Kilometern.
  • Gegenüber der Bestandsleitung werden 53 Masten & 15 km Leitung eingespart.
Inbetriebnahme
  • Mitte 2022 geht die neue Wienviertelleitung und das Umspannwerk Zaya in Betrieb.

Mit riesen Schritten nähert sich der Bau der Weinviertelleitung der Zielgerade.

„In Baulos 1 und 3 sind bereits alle Maststockungen erfolgreich über die Bühne gegangen. Bei Baulos 2 werden die letzten Maststockungen in den kommenden Wochen abgeschlossen“, bestätigt Projektleiter Andreas Pischel. Eine Maststockung bezeichnet den Bau eines Strommasten bei dem ein Stockwerk, ein sogenannter Schuss, auf das nächste gestellt wird. Insgesamt wird die Weinviertelleitung aus 202 Masten bestehen, wobei jeder davon ca. 60 Meter hoch ist.

Mast-Drohne-APG-Maximilian-Lang
Seilzug-APG-Niklas-Stadler

Auch die Seilzugarbeiten sind voll im Gange. Dabei werden die Leitungsseile mittels einer Seilwinde entlang der Trasse eingezogen. Wo es möglich und sinnvoll ist wird das sogenannte Vorseil – mit dem das Leitungsseil dann über eine Seilwinde nachgezogen wird – mittels Hubschrauber zu den Masten geflogen. Das geht schneller und schont den Boden entlang der Trasse.

Sobald die Weinviertelleitung Mitte 2022 in Betrieb genommen wird, erfolgt der Startschuss für den Abbau der Masten der alten Weinviertelleitung. Die neue Leitung kommt gegenüber der Bestandsleitung mit 53 Masten und 15 Kilometer Leitung weniger aus. Mit dem Bau der neuen Weinviertelleitung investiert APG rund 200 Millionen Euro in die sichere und nachhaltige Stromzukunft Niederösterreichs und ganz Österreichs. Mit dieser Investition werden nicht nur notwendige energiewirtschaftliche Kapazitäten geschaffen, sondern auch eine Wertschöpfungskette für Österreich in der Höhe von 132 Millionen Euro, wovon 31 Millionen Euro auf Niederösterreich fallen, in Gang gesetzt.

Herzstück eines jeden Umspannwerks sind Transformatoren. Diese transformieren die Spannung von der Hochspannungsebene der APG auf die Spannungsebene der regionalen Verteilernetzbetreiber um und umgekehrt.

Mitte Mai 2021 kam der erste Transformator an seinem neuen Arbeitsplatz an. Wie seine Nachfolger – die dann im Juni und September geliefert wurden – nahm der rund 300 Tonnen schwere Koloss eine mehrtägige Reise auf sich. Der Weg führte vom Siemenswerk in Weiz per Bahn nach Hohenau an der March. Dort wurde er mit einem Hubgerüst auf einen Tieflader gehoben, der in dann als Sondertransport bis zu seinem Fundament in das UW Zaya geführt hat.

Ein Trafo Namens „Carlo“

Im Juli 2021 wurde im Umspannwerk Neusiedl a. d. Zaya eine alte Tradition wieder ins Leben gerufen – die Trafotaufe. Die Patenschaft übernahm dafür der Präsident des NÖ Landtags Karl Wilfing. Im Beisein des technischen Vorstands der APG Gerhard Christiner, den Vorstandsdirektoren der EVN Stefan Szyszkowitz und Franz Mittermayer, Bürgermeister Andreas Keller, Feuerwehrkommandant OBI Roman Stur sowie der Medien taufte er den rund 300 Tonnen schweren Trafo, gemäß seinem Spitznamen, auf den Namen „Carlo“.

„So wie ich für die positive Entwicklung unseres Landes unter Strom stehe, so wird der neue Trafo ‚Carlo‘ zum Gelingen der Energiewende und der nachhaltigen Absicherung der Stromversorgung unter Strom stehen. Daher freue ich mich, die Patenschaft für den 300 Tonnen schweren ‚Carlo‘, zu übernehmen. Er ist Teil des niederösterreichischen Klima- und Energiefahrplans und zeigt wie wichtig es ist von Zielsetzungen ins Tun zu kommen“, zeigte sich der Präsident des NÖ Landtages Karl Wilfing erfreut.

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