Infografiken

Wie entwickelt sich der Stromverbrauch in Österreich seit Beginn der Corona-Krise? Hat diese Entwicklung einen Einfluss auf Importe, Exporte oder den Großhandelsstrompreis? APG veröffentlicht auf dieser Seite regelmäßig Infografiken zu diesen und vielen weiteren Themen, das Portfolio wird kontinuierlich erweitert.

Stromverbrauch

Stromverbrauch Oesterreich Ueberblick

Trotz Lockdown: Stabilisierung des Stromverbrauchs auf niedrigem Niveau

Die kalte Jahreszeit bedingt, dass im Winter traditionell mehr Strom verbraucht wird. Die Schließung des Einzelhandels ist jedoch deutlich im Stromverbrauch abzulesen. Nach den ersten Wochen Teil- bzw. einer Woche (KW 47) hartem Lockdown im November hinkt der Stromverbrauch gegenüber dem Vergleichszeitraum um sieben Prozent hinterher. Angesichts des Höhepunkts der Corona-Krise im Mai, in dem der Stromverbrauch bis zu 15 Prozent ins Minus rutschte, kann man aber aktuell von einer Stabilisierung auf niedrigerem Niveau verglichen zum Vorjahr sprechen. 

Stromverbrauch in Europa 2020 im Vergleich zum Vorjahr

Ein Blick auf den europäischen Stromverbrauch zeigt, dass vor allem Frankreich mit aktuell minus 14 Prozent und Spanien mit minus elf Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich unter der Corona-Krise leiden. In diesen beiden Ländern spiegeln sich die Maßnahmen eines harten umfassenden Lockdowns im Stromverbrauch wieder. In Deutschland (minus zwei Prozent) und Tschechien (null Prozent) ist die Pandemie jedoch kaum im Stromverbrauch abzulesen.

Stromverbrauch Europa Ueberblick

Erneuerbare Energien

Anteil Strom aus erneuerbare Energien - Überblick

Weiterhin hoher Anteil an Erneuerbaren in der Stromversorgung

Nachdem der Stromverbrauch im ersten Halbjahr sieben Wochen lang zu 100% aus Ökoenergie gedeckt werden konnte, kamen seit Anfang Juli bis Ende Oktober sechs weitere Wochen hinzu. Neben Strom aus Wind- und PV-Anlagen hat vor allem die Erzeugung durch Wasser enormen Anteil daran. Die Wasserführung der Donau macht in Österreich einen Großteil der Lauferzeugung aus und lag heuer an vereinzelten Tagen bis zu 40 Prozent über dem langjährigen Schnitt. Gegen Jahresende wird die Wasserführung naturgemäß etwas schwächer, gleichzeitig steigt der Stromverbrauch an (Bsp. Heizung). Daher ist es im letzten Quartal des Jahres unter den aktuellen Rahmenbedingungen schwieriger den Verbrauch zu 100% aus Erneuerbaren zu decken.

Grafik: Stromverbrauchsdeckung 2020 seit Jahresbeginn: Anteil erneuerbare Energien in Prozent/Kalenderwoche

Import / Export

Strom Import/Export in Österreich seit Jahresbeginn

Durch den coronabedingt niedrigeren Stromverbrauch und die gute Stromerzeugung aus erneuerbare Energie – die Laufkraft aus Wasser lag heuer tageweise bei bis zu 40 % über dem langjährigen Schnitt – war Österreich lange und häufig in der Lage Strom zu exportieren. Durch den normalen Anstieg des Stromverbrauchs in der kälteren Jahreszeit und dem gleichzeitigen und ebenfalls normalen Rückgang der Erzeugung durch Erneuerbare, muss momentan wieder vermehrt Strom importiert werden. Am 1. November betrug der importierte Wert  27   GWh. Betrachtet man den ganzen Oktober 2020 sieht man aber, dass heuer mit 241 GWh, im Gegensatz zum Vergleichsmonat 2019 mit 1069 GWh, wesentlich weniger Strom importiert wurde. 

Strom Importe Exporte

Strompreis

Redispatch

Energieaustausch