BESPRECHUNG_pf120316_p45-8216-eciRGB8

Wie wurde die Salzburgleitung geplant?

Basis für die Planung der Salzburgleitung war im Wesentlichen jener 800 Meter breite Trassenkorridor, der von dem Expertengremium bestehend aus Vertretern des Landes Salzburg, der Salzburg Netz GmbH und der APG in einem gemeinsamen Arbeitsprozess entwickelt und am 22. Juni 2010 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Dieser Korridor bildete auch den Grundstein für die im Dezember 2010 erteilte Bewilligung für den Start der Vorarbeiten entsprechend dem Starkstromwegerecht des Bundesministeriums für Wirtschaft, Jugend und Familie. Die Mitarbeiter der APG sind durch diese Bewilligung zum Betreten und Befahren fremder Grundstücke im Zuge der für die Planung der Salzburgleitung notwendigen Arbeiten (z. B. Vermessungen, geologische Untersuchungen etc.) berechtigt.

Ohne die Möglichkeit fremde Grundstücke betreten und die Gegebenheiten vor Ort prüfen zu dürfen, wäre die Planung eines derart umfangreichen Infrastrukturprojektes schlichtweg unmöglich.

In den folgenden zwei Jahren wurde ausgehend von dem Expertenkorridor Schritt für Schritt an der Verfeinerung des Korridors hin zur nun vorliegenden Trasse der Salzburgleitung gearbeitet. Dabei folgte die APG folgenden Grundsätzen:

Planung im Dialog mit den Gemeinden und der Bevölkerung

Mensch vor Natur als Richtschnur unseres Handelns
Optimierung der Freileitungstrasse entsprechend dem Salzburger LEG
Ein maßgeblicher Bestandteil des gesamten Planungsprozesses waren aber vor allem die zahlreichen persönlichen Gespräche der Projektmitarbeiter der APG mit den Vertretern der Trassengemeinden, den betroffenen Grundeigentümern und den Anrainern. Nur auf diese Weise konnten gemeinsam mögliche lokale Verbesserungen bei der vorgeschlagenen Trassenplanung aufgezeigt und diskutiert werden. Viele dieser Vorschläge aus den Gemeinden und von den Grundeigentümern wurden in der Folge bei den Planungen berücksichtigt und finden sich nun auch in der endgültigen Trassenführung der Salzburgleitung wieder.

Im Zuge des Projekts Salzburgleitung wird aber nicht nur eine Leitung neu errichtet, sondern was noch wichtiger ist: es können auch viele Leitungen abgebaut werden. Der optimierte Trassenverlauf ersetzt dabei nicht nur die alte 220-kV-Leitung der APG, sondern bietet auch die Möglichkeit in einigen Abschnitten bestehende Leitungen der Salzburg Netz GmbH auf der neuen Salzburgleitung mitzuführen.
So kann in vielen Gemeinden eine deutliche Verbesserung im Sinne der Bevölkerung erreicht werden, denn Leitungen im Siedlungsgebiet werden abgebaut und außerhalb der Ortszentren neu gebaut. Auch für 675 km Bauland (SROG 2009 § 30), 400 m links und rechts der Demontageleitung kann so eine Verbesserung erzielt werden. Insgesamt werden also mehr Leitungskilometer und Masten abgebaut als neu errichtet.