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Sicherheit für die österr. Stromversorgung

Österreichisches Bundesheer und Austrian Power Grid AG (APG) bereiten sich auf Krisenfälle vor

24.09.2012

Vertreter des Österreichischen Bundesheers und der Austrian Power Grid AG trafen sich am 21. September am Gelände der Benedek-Kaserne in Bruckneudorf zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen ihrer Sicherheitspartnerschaft. Bei dieser Gelegenheit übergab APG-Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Dr. Heinz Kaupa zu Trainingszwecken ein Ersatzgestänge an das österreichische Bundesheer.

 


Sicherheit für die heimische Stromversorgung auch im Krisenfall

Die Austrian Power Grid AG ist als Österreichs unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortlich für die Gewährleistung der heimischen Stromversorgung. Sicherheit hat daher oberste Priorität. „Unsere gemeinsame Verantwortung für die Republik ist die Grundlage unserer Partnerschaft, die wir im Jahr 2010 mit dem Kommando Einsatzunterstützung feierlich begründet haben“, erklärt Dipl.-Ing. Dr. Heinz Kaupa, Vorstandssprecher der Austrian Power Grid AG. „Wir investieren sehr viel in die Sicherheit unseres Netzes. Der wichtigste Sicherheitsgarant sind aber bestausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere Anlagen im Störfall binnen kürzester Zeit wieder funktionstüchtig machen können.“ Bei Krisen- und Katastrophenfällen kann dabei auch auf alle notwendigen Fähigkeiten und Kapazitäten des österreichischen Bundesheeres zurückgegriffen werden. Das Kommando Einsatzunterstützung wirkt dabei als Ansprechpartner und Berater schon bei den notwendigen Vorsorgemaßnahmen.

 

Bundesheer verlässlicher Partner im Krisen-& Katastrophenfall

„Wie erst kürzlich bei den Unwetterkatastrophen für alle sichtbar, stellt das Bundesheer mit seinem Mitteleinsatz bei der Krisenbewältigung für die Republik und seine Bevölkerung einen unverzichtbaren Faktor dar. Um im Anlassfall sowohl am Boden als auch aus der Luft rasch und richtig helfen zu können, bedarf es im Vorfeld einer optimalen Einsatzvorbereitung“, so der Kommandant Einsatzunterstützung, Generalmajor Mag. Bernhard Bair. In mehreren gemeinsamen Übungen mit APG konnten bereits dementsprechende Erfahrungswerte, vor allem für die Hilfeleistung aus der Luft, gewonnen werden. „Die Übergabe eines sogenannten Störgestänges – ein Ersatzmasten, der zur Überbrückung von Leitungsunterbrechungen zum Einsatz kommt – an das Luftunterstützungs-geschwader ist ein weiteres wichtiges Element im Rahmen dieser Vorbereitung.“

 

Herausfordernde Millimeterarbeit für die Piloten

Der mittlere Transporthubschrauber „Black Hawk“ ist als militärisches Einsatzgerät nicht für Montageflüge gebaut. Die Piloten haben keine direkte Sicht auf die Außenlast, vor allem wenn sie diese punktgenau absetzen müssen. Die Einweisung erfolgt über Bordfunk von Besatzungsmitgliedern vom Heck im Hubschrauber oder vom Boden aus. Geschwaderflugsicherheitsoffizier Oberstleutnant Herbert Santner, der schon selbst als Pilot mit diesem Ersatzgestänge Erfahrung gesammelt hat: „Auch für unsere Top ausgebildeten Piloten stellt das Einsetzten des Ersatzmasten in die handtellergroße Aufnahme der Bodenplatte immer wieder aufs Neue, vor allem bei schlechten Wetterbedingungen, eine Herausforderung dar. Nur durch regelmäßiges Üben bekommen wir im Anlassfall die notwendige Handlungssicherheit.“

„Mit diesem Trainingsmodul haben wir nun am Truppenübungsplatz Allentsteig die Möglichkeit, das Anhängen der Last, den Flug mit dem Gestänge und das Zusammenspiel der HS-Besatzung beim Absenken in die Bodenverankerung zu üben“, so Geschwaderkommandant Oberstleutnant Wolfgang Rafetseder bei der Übernahme, die symbolisch mit einem in einer Holzkiste übergebenen Bolzen erfolgte.