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Wie gelingt die Energiewende?

APG-Bauprojekte

Erneuerbare Energien werden in ganz Europa massiv ausgebaut. Deutschland war und ist einer der großen Treiber der Entwicklung. Alleine die in unserem nördlichen Nachbarland installierte Windkraftleistung könnte bei voller Windernte fast fünfmal den Spitzenverbrauch Österreichs decken. Hinzu kommt nochmals dieselbe Leistung der deutschen Fotovoltaikanlagen.

Immer mehr zum Flaschenhals wird das Stromnetz. Denn die Transportkapazitäten reichen in Spitzenzeiten längst nicht mehr aus, um bei hohem Wind- und Sonnenstromaufkommen die volle Energie zu den Verbrauchern zu bringen. Netzbetreiber kommen immer häufiger in die Situation, dass sie Windräder vom Netz nehmen müssen, um das Stromnetz stabil zu halten. Denn wir „leben“ zum Teil von der Substanz einer Infrastruktur, die im vorigen Jahrhundert errichtet wurde und laufend angepasst werden muss.

In Österreich gibt es daher wichtige Leitungsprojekte, die dringend umgesetzt werden müssen, damit die Leistungsfähigkeit und Stabilität des Stromnetzes auch in Zukunft gewährleistet ist.

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Wir bauen am Netz der Zukunft

Salzburgleitung - Energiewende-Projekt Nummer 1

Die 380-kV-Salzburgleitung ist eines der zentralen Energiewende-Projekte Österreichs und auch per Definition „ein europäisches Vorhaben von gemeinsamen Interesse“ (Project of common interest gemäß ENTSO-E). Der Lückenschluss des österreichischen 380-kV-Höchspannungsnetztes zwischen dem Netzknoten St.Peter (im Bundesland Oberösterreich) und dem Netzknoten Tauern (im Bundesland Salzburg) ist dringend notwendig, um das durch den Ausbau erneuerbarer Energien steigende Stromtransportaufkommen bewältigen zu können. Die Leitung spielt auch eine ganz wesentliche Rolle in der Abstützung des regionalen Stromnetzes des Bundeslandes Salzburg. Der 380-kV-Neubauabschnitt zwischen dem Umspannwerk Salzburg und dem Umspannwerk Kaprun beträgt 114 km. Die Lände der 220-kV-Leitungsverbindung Umspannwerk Pongau - Gemeinde Wagrain/Mayrdörfl beträgt ca. 14 km.

Im Rahmen von jahrelangen Planung hat APG ein Netzkonzept vorgelegt, das Salzburg große Entlastungen bringt. Nach dem Bau der Salzburgleitung wird die Demontage von knapp 200 km bestehender 220-kV- und 110-kV-Stromleitungen ermöglicht, die heute teils sehr nahe an oder sogar durch bewohnte Gebiete führen. In Summe können 678 Strommaste abgebaut werden. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 800 Mio. Euro.

Seit dem positiven Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtshof im März 2019 ist das Projekt Salzburgleitung nach einer Verfahrensdauer von 77 Monaten rechtskräftig.

 

Ersatzneubau Weinviertelleitung

Die Weinviertelleitung, die durch das nordöstliche Weinviertel verläuft, wurde bereits vor 70 Jahren gebaut und hat mittlerweile massiven Sanierungsbedarf. Da in diesem Gebiet große Windparks stehen und Windprojekte geplant sind, ist die Transportkapazität der bestehenden Leitung an ihre Grenzen gekommen. Denn der Stromverbrauch ist in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gestiegen.

APG hat einen Ersatzneubau der 77 km langen Leitung beim zuständigen Land Niederösterreich zur Genehmigung eingereicht und Rahmen des Beschwerdeverfahrens im November 2018 vom Bundesverwaltungsgericht grünes Licht für das Projekt erhalten. Durch Verbesserungen der Trassenführung im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten konnte APG eine Reduktion der Trassenlänge von rund 15 km erreicht werden. Der Baubeginn ist Mitte 2019. Das Investitionsvolumen beträgt 200 Mio. Euro.

Die Weinviertelleitung, die durch das nordöstliche Weinviertel verläuft, wurde bereits vor 70 Jahren gebaut und hat mittlerweile massiven Sanierungsbedarf. Da in diesem Gebiet große Windparks stehen und Windprojekte geplant sind, ist die Transportkapazität der bestehenden Leitung an ihre Grenzen gekommen. Denn der Stromverbrauch ist in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gestiegen.

APG hat einen Ersatzneubau der 77 km langen Leitung beim zuständigen Land Niederösterreich zur Genehmigung eingereicht und im Februar 2018 grünes Licht für das Projekt erhalten. Geplanter Baubeginn ist frühestens 2019. Durch Verbesserungen der Trassenführung im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten konnte APG eine Reduktion der Trassenlänge von rund 15 km erreicht werden. Das Investitionsvolumen beträgt 200 Mio. Euro.

 

380-kV-Deutschlandleitung

Die 380-kV-Deutschlandleitung ist eines der zentralen Energiewende-Projekte Österreichs und auch per Definition "ein europäisches Vorhaben von gemeinsamen Interesse" (Project of common interest gemäß ENTSO-E).

Die Leitungsverbindungen zu den österreichischen Nachbarstaaten haben im Zuge der Strommarktintegration massiv an Bedeutung gewonnen. Die europäische Energiewende lebt davon, dass Strom europaweit von den großen Windkraftwerken und Sonnenstromerzeugern zu den Verbrauchern transportiert werden kann. APG verstärkt deswegen eine dieser Verbindungsleitungen. Vom oberösterreichischen St. Peter am Hart bis an die Staatsgrenze zum benachbarten Bayern wird noch 2018 mit dem Bau der 2,5 km langen Stromleitung begonnen. APG investiert hier 29 Mio. Euro. Wichtig für eine ausreichende Anbindung an Deutschland ist auch der zügige Ausbau der anschließenden 380-kV-Leitung bis Simbach auf deutscher Seite.

Die Leitungsverbindungen zu den österreichischen Nachbarstaaten haben im Zuge der Strommarktintegration massiv an Bedeutung gewonnen. Die europäische Energiewende lebt davon, dass Strom europaweit von den großen Windkraftwerken und Sonnenstromerzeugern zu den Verbrauchern transportiert werden kann. APG verstärkt deswegen eine dieser Verbindungsleitungen. Vom oberösterreichischen St. Peter am Hart bis an die Staatsgrenze zum benachbarten Bayern startete im November 2018 der Bau der 2,5 km langen 380-kV-Stromleitung auf österreichischen Staatsgebiet. APG investiert hier 29 Mio. Euro. Wichtig für eine zukunftsfähige Anbindung an das deutsche Stromnetz ist auch der zügige Ausbau der anschließenden 380-kV-Leitung bis Altheim auf deutscher Seite.

 

Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich

Allein von 1990 bis 2016 ist der Stromverbrauch in Oberösterreich um 65 % gestiegen. Damit erreicht das bestehende Stromnetz im Zentralraum Oberösterreich in wenigen Jahren die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Zudem liefert das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der von der österreichischen Regierung formulierten Ziele der #mission2030: die Stromversorgung Österreichs soll 100 % aus erneuerbaren Energieträgern erfolgen.

Das aktuelle 110-kV-Netz kann die künftig notwendigen Leistungen und Strommengen für die dynamischen Entwicklungen im Zentralraum Oberösterreich nicht mehr transportieren. Daher arbeiten Austrian Power Grid AG (APG), Netz Oberösterreich GmbH (Netz OÖ) und LINZ NETZ GmbH (LINZ NETZ) gemeinsam an der Weiterentwicklung des Stromnetzes für die zukünftige Versorgung des Zentralraums.

Als Ersatz für die bestehenden 110-kV-Leitungen ist die Errichtung eines 220-kV-Versorgungsringes geplant. Der Ring soll zukünftig die Umspannwerke Ernsthofen, Pichling, Hütte Süd, Wegscheid und Kronstorf miteinander verbinden. Das abgestimmte Gesamtkonzept der Netzbetreiber besteht aus einem abschnittsweisen Ersatzneubau bestehender Leitungen sowie Spannungsumstellungen auf den bereits für 220-kV ausgelegten Leitungsabschnitten. Durch den Wechsel auf eine höhere Spannung kann künftig mehr elektrische Energie übertragen werden.

Netz der Zukunft

  • In den Verbrauchszentren Linz, Wels und Steyr wird die Bevölkerung bis 2040 um +16,5 % auf rund 340.000 Einwohner anwachsen (lt. Bevölkerungsprognose 2015 des Landes OÖ).
  • Zusätzlich entwickelt sich in der Powerregion Enns-Steyr ein dynamischer Wirtschaftsraum mit großem Wachstumspotenzial.
  • Durch Prozessumstellungen bei voestalpine wird sich der Strombedarf markant erhöhen (z.B. durch strombasierte Stahlerzeugung und damit Übergang auf neue und CO2-schonende Technologien).
  • Zur Erreichung der Klimaziele ist ein weitaus höherer Anteil erneuerbarer Energien notwendig, der leistungsfähige und stabile Stromnetze erfordert.

Mit dem vorliegenden Netzausbaukonzept wird eine sichere, effiziente und leistungsfähige Stromversorgung für die zukünftige Entwicklung des Zentralraumes Oberösterreich geschaffen.