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System Operation Guideline (SOGL)

Wesentliche Ziele und Inhalte

Die Verordnung (EU) 2017/1485 der Kommission zur Festlegung einer Leitlinie für den Übertragungsnetzbetrieb (SOGL – System Operation Guideline) trat am 14.09.2017 in Kraft.

Die SOGL zielt auf eine harmonisierte Festlegung von Anforderungen für Übertragungsnetzbetreiber („ÜNB“), Verteilernetzbetreiber („VNB“) und signifikante Netznutzer („SNN“), um einen klaren Rechtsrahmen für den Netzbetrieb zu schaffen, den unionsweiten Stromhandel zu erleichtern, die Systemsicherheit zu gewährleisten, die Verfügbarkeit der erforderlichen Daten und Informationen und ihren Austausch zwischen den ÜNB sowie zwischen den ÜNB und allen anderen Beteiligten sicherzustellen, die Integration erneuerbarer Energieträger zu unterstützen, eine effizientere Netznutzung zu ermöglichen und den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher zu fördern.

Laufende Konsultationen

Vorschlag für die zu genehmigenden Methoden und Bedingungen gemäß Artikel 6(3)(e) iVm Artikel 119(2) SOGL 

Gemäß Artikel 6(3)(e) iVm Artikel 119(2) der SOGL müssen die Übertragungsnetzbetreiber eines LFR-Blocks folgende Methoden den zuständigen Regulierungsbehörden zur Genehmigung vorlegen:

  • Rampenbeschränkungen für die Wirkleistungsabgabe gemäß Artikel 137 Absatz 3 (Gradientenbeschränkungen für HGÜs) sowie Artikel 137 Absatz 4 (Gradientenbeschränkungen für Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen)
  • Koordinationsmaßnahmen zur Verringerung des FRCE gemäß Artikel 152 Absatz 14
  • Maßnahmen zur Verringerung des FRCE durch Aufforderung, die Wirkleistungserzeugung oder -aufnahme von Stromerzeugungsanlagen und Verbrauchsanlagen gemäß Artikel 152 Absatz 16 zu ändern
  • die FRR-Dimensionierungsregeln gemäß Artikel 157 Absatz 1.

Gemäß Artikel 11 müssen diese Vorschläge öffentlich konsultiert werden, wobei die Mindestdauer der Konsultation einen Monat beträgt.

Da die Regelzonen der Austrian Power Grid AG („APG“) und der Vorarlberger Übertragungsnetz GmbH („VÜN“) gemäß § 23(1) ElWOG zu einer gemeinsamen Regelzone zusammengefasst sind und APG sowohl der Betreiber der zusammengefassten Regelzone als auch der Regelblockführer für den Regelblock APG ist, sind die ÜNB daher verpflichtet, die oben genannten Methoden und Bedingungen gemeinsam zu konsultieren und den zuständigen Regulierungsbehörden zur Genehmigung vorzulegen.

Mit dieser Konsultation haben die Marktteilnehmer die Gelegenheit, die Vorschläge zu den oben genannten Punkten zu kommentieren:

Konsultationsdokument Frist  Status  Anmerkungen  Ergebnis 
Vorschlag der ÜNB 16.08.2018 bis 16.09.2018  geschlossen    

Wir bitten Sie um Durchsicht des entsprechenden Konsultationsdokuments sowie darum, Ihre Anmerkungen bzw. Anregungen mittels Anmerkungsformular innerhalb der Konsultationsfrist an cnc@apg.at zu senden.

Genehmigte Festlegungen, Geschäftsbedingungen oder Methoden

  • Common Grid Model Methodology gemäß Art. 67(1) und Art. 70(1)

Gemäß Art. 67(1) und Art. 70(1) sind alle ÜNBverpflichtet einen Vorschlag für die Methode zur Erstellung und Speicherung der gemeinsamen Year Ahead, Day-Ahead und Intraday Netzmodelle auf Grundlage der nationalen Einzelnetzmodelle zu erstellen.
Fachlich behandelt die Common Grid Model Methodology hauptsächlich den Inhalt der nationalen Netzmodelle (der sogenannten lndividual Grid Models, lGMs), die zur Erstellung des Common Grid Models benutzt werden. Darüber hinaus werden die Szenarien für die ein Common Grid Model erstellt wird, sowie der Gesamtprozess der Erstellung von lGMs und des Common Grid Models festgelegt.
Die vorliegende Common Grid Model Methodology steht im Einklang mit den gleichnamigen Methoden, die im Zuge der Umsetzung der Verordnung (EU) 2015/1222 (CACM) und der Verordnung (EU) 2016/1719 (FCA) erstellt wurden.

Genehmigte Methode gemäß Art. 67(1) und Art. 70(1)

  • Vorschlag für die wichtigsten organisatorischen Anforderungen, Aufgaben und Zuständigkeiten im Zusammenhang mit dem Datenaustausch

Gemäß Art. 40(6) erarbeiten die ÜNB gemeinsam einen Vorschlag für die wichtigsten organisatorischen Anforderungen, Aufgaben und Zuständigkeiten („KORRR“) im Zusammenhang mit dem Datenaustausch.

Genehmigter Vorschlag gemäß Art. 40(6)

Basierend auf dem oben genannten, genehmigten Vorschlag („KORRR“) haben die ÜNB Austrian Power Grid AG (APG) und Vorarlberger Übertragungsnetz GmbH (VÜN) sich zunächst mit den relevanten VNB abgestimmt und einen gemeinsamen Vorschlag zur Umsetzung des Datenaustauschs in Österreich gemäß Art. 40 (5) der Verordnung (EU) 2017/1485 zur Festlegung einer Leitlinie für den Übertragungsnetzbetrieb (SO GL) erstellt. Dieser gemeinsame Vorschlag muss nach Artikel 6 (4) b SO GL der Regulierungsbehörde E-Control zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Vorschlag dient daher lediglich der Information der Marktteilnehmer und ist in keiner Weise rechtlich bindend. (siehe nebenstehenden Download-Link „SOGL-Art40(5)(6)-KORRR“)

  • Vorschlag zur Bestimmung der LFR-Blöcke

Gemäß Art. 141(2) erarbeiten die ÜNB jedes Synchrongebiets einen gemeinsamen Vorschlag zur Bestimmung der LFR-Blöcke, welcher folgende Anforderungen erfüllen muss:

a) ein Monitoring-Gebiet entspricht nur einer LFR-Zone oder ist Teil nur einer LFR-Zone;
b) eine LFR-Zone entspricht nur einem LFR-Block oder ist Teil nur eines LFR-Blocks;
c) ein LFR-Block entspricht nur einem Synchrongebiet oder ist Teil nur eines Synchrongebiets, und
d) jedes Netzbetriebsmittel ist Teil nur eines Monitoring-Gebiets, nur einer LFR-Zone und nur eines LFR-Blocks.

Genehmigter Vorschlag gemäß Art. 141(2)