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Bilanzgruppe

Aus technischen Gründen muss für die notwendige Frequenz- und Spannungsstabilität zu jedem Zeitpunkt genauso viel Strom in das Stromnetz eingespeist werden, wie von den Abnehmern aus dem Netz entnommen wird.

Erzeuger und Abnehmer sind in sogenannten Bilanzgruppen zusammengefasst, wobei jede Bilanzgruppe verpflichtet ist, Energieverbrauch und Erzeugung in ihrer Bilanzgruppe auszugleichen. Treten unvorhergesehene Schwankungen bei der Erzeugung (z.B. durch Kraftwerksausfälle oder Prognoseabweichungen bei der Windkraft) oder beim Verbrauch auf, muss die Energiebilanz im Netz vom Regelzonenführer durch Aktivierung oder Deaktivierung von von speziellen Regelkraftwerken gewährleistet werden. Die Kosten für diese Ausgleichsmaßnahmen werden jener Bilanzgruppe verrechnet, die die jeweilige Abweichung verursacht hat. Die Ermittlung der Abweichungen und die Verrechnung erfolgen in Österreich über einen unabhängigen Bilanzgruppenkoordinator; für die Regelzone APG ist das die APCS Power Clearing and Settlement AG.