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Teilnahmebedingungen Regelenergie-Ausschreibungen

Die Zulassung für die Ausschreibungen wird in der Regelzone APG in zwei Schritten organisiert:

1. Die technische Präqualifikation

Die technische Präqualifikation stellt den ersten Schritt zur Akkreditierung als Anbieter von Regelreserven dar. Im Rahmen der technischen Präqualifikation wird überprüft, ob die Anlagen des Anbieters die erforderlichen technischen Anforderungen für die jeweilige Reserveart (Primär-, Sekundär- und Tertiärregelung) erfüllen. Es bleibt dabei dem Anbieter überlassen, für welche Reserveart(en) er seine Anlagen präqualifizieren möchte. In jedem Fall erfolgt die Präqualifikation für jede Regelreserveart separat.

Die technischen Anforderungen basieren auf den internationalen Vorgaben der ENTSO-E und sind in den Präqualifikationsbedingungen der APG detailliert festgelegt. Die Präqualifikation hat mittels der bereitgestellten, vom Antragsteller vollständig auszufüllenden, Unterlagen zu erfolgen (siehe Linkbox rechts). Der Antragsteller gibt damit die erforderlichen Daten über sich und seine Anlagen bekannt. Der Antrag samt Unterlagen ist zur Evaluierung per Post zu übersenden:

Austrian Power Grid AG
UBM – Betriebsmanagement
z.H. Ing. Ronald Engelmair, MSc
Wagramer Straße 19, IZD-Tower
1220 Wien
AUSTRIA

Der Anbieter wird über das Ergebnis der Evaluierung informiert.

Die Präqualifikation ist grundsätzlich 3 Jahre gültig und muss rechtzeitig verlängert werden. Im Falle der Bestätigung der weiteren Erfüllung der einzelnen Anforderungen durch den Anbieter (self assessment) verlängert sich die Gültigkeit der Präqualifikation für die entsprechenden Anlagen um weitere 3 Jahre. Bei wesentlichen Änderungen der entsprechenden Anlagen eines Anbieters (z. B. Änderung der Engpassleistung oder Umbau des Reglers) ist in jedem Fall eine neuerliche Präqualifikation der betroffenen Anlagen erforderlich. Wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Antrag zur technischen Präqualifikation für weitere Anlagen gestellt, so ist dies grundsätzlich im Rahmen eines verkürzten Verfahrens möglich, wobei für den Ablauf der  Präqualifikation dasselbe Datum gilt, wie für die ursprünglich präqualifizierten Anlagen. Über die Möglichkeit der Inanspruchnahme des verkürzten Verfahrens entscheidet APG nach Prüfung der Rahmenbedingungen.

2. Der Rahmenvertrag

Der Abschluss jeweils eines separaten Rahmenvertrages für die entsprechende(n) zu erbringende(n) Regelenergieart(en) ist die zweite Bedingung, um für die Teilnahme an den Regelenergie-Ausschreibungen zugelassen zu werden. Der jeweilige Vertrag ist für alle Anbieter gleich und enthält die Details des Rechtsverhältnisses zwischen Anbieter und Regelzonenführer. Mit einem gültigen  Rahmenvertrag entsteht jedoch keine Angebotsverpflichtung für den Anbieter Sobald ein gültiger Rahmenvertrag entsteht gilt der Anbieter als akkreditiert. und hat ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf der elektronischen Ausschreibungsplattform an Regelenergieausschreibungen für die Regelzone APG teilzunehmen.

Der Abschluss des Rahmenvertrages ist die zweite Bedingung, um für die Teilnahme an den Regelenergie-Ausschreibungen zugelassen zu werden. Der Vertrag ist für alle Anbieter gleich und enthält die Details des Rechtsverhältnisses zwischen Anbieter und Regelzonenführer. Die Unterzeichnung des Rahmenvertrags verpflichtet den Anbieter noch nicht zu einer konkreten Bereitstellung von Primär-, Sekundär- und Tertiärregelreserve im Rahmen einer Ausschreibung. Mit der Unterzeichnung des Vertrages durch beider Partner wird der Anbieter jedoch als akkreditierter Anbieter geführt und hat die Möglichkeit an den entsprechenden Ausschreibungen der Regelenergie für die Regelzone APG, teilzunehmen. Für jede Regelenergieart muss ein eigener Rahmenvertrag unterzeichnet werden.

Zugang zum Ausschreibungssystem (TTS) der APG

Um an den Ausschreibungen der APG teilnehmen zu können, wird ein Zugang zum Ausschreibungssystem (TTS) der APG benötigt. Dazu muss zuerst das Unternehmen zu einer Ausschreibung der APG zugelassen und mittels Stammdatenblatt Unternehmen  im TTS registriert worden sein.  Um einen persönlichen Zugang zum TTS zu beantragen, muss das Stammdatenblatt Mitarbeiter ausgefüllt und unterzeichnet an APG übermittelt werden.

Nach erfolgreicher Registrierung, wird Ihnen APG alle notwendigen Daten und technischen Hilfsmittel für den Zugang zum TTS übermitteln. Weiter Informationen zum TTS und dessen Handhabung finden Sie im Benutzerhandbuch TTS.