apg03

Ausschreibungen der Primärregelreserve in der Regelzone APG

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen für potenzielle Lieferanten von Primärregelreserve zusammengestellt. Genauere und rechtlich bindende Informationen entnehmen Sie bitte den Vertragsunterlagen im Download-Bereich.

Teilnahmebedingungen

Siehe Bedingungen zur Teilnahme an den Ausschreibungen für Regelenergie

Die benötigten Dokumente für die Teilnahme an den Ausschreibungen der Primärregelreserve finden Sie in der Download-Spalte rechts.

Ausgeschriebene Produkte

Der Ausschreibungszeitraum (jener Zeitraum, in dem die Primärregelreserve bereitgestellt werden soll) wird mit einem Kalendertag (0:00 Uhr bis 24:00 Uhr) festgelegt (ein Tagesprodukt).

Die gesamte Primärregelreserve muss in diesem Zeitraum ohne Unterbrechung zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass sie von den Anbietern in ihren Kraftwerken auch kontinuierlich freigehalten werden muss.

Das Produkt enthält positive und negative Primärregelreserve im gleichen Umfang. Getrennte Angebote für positive oder negative Primärregelreserve sind daher nicht möglich.

Ausgeschriebene Menge

Die in der Regelzone APG permanent vorzuhaltende Primärregelreserve beträgt: +/-66 MW im Jahr 2019.

Die vorzuhaltende Primärregelreserve von den in der Kooperation teilnehmenden ÜNBs finden Sie im Parameterfile.

Mindest- und Maximalgebot

Das Mindestgebot ist +/-1 MW. Darüberhinausgehende Angebote können in ganzen MW-Schritten, maximal jedoch bis zur präqualifizierten Leistung abgegeben werden.

Für unteilbare Gebote gilt eine Maximalgebotsgröße von +/- 25 MW.

Ausschreibungsplattform

Die Ausschreibung wird ausschließlich über die elektronische Ausschreibungsplattform abgewickelt.

Wann finden die Ausschreibungen statt?

Der Angebotszeitraum für Ausschreibungen beginnt üblicherweise 14 Tage vor Lieferung (11:00) und endet grundsätzlich zwei Werktage vor Lieferung um 15:00 Uhr (GCT) und richtet sich nach dem folgenden Schema:

GCT 15:00

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

für Liefertag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

Montag

Dienstag

 

Aufgrund von Feiertagen abweichende GCT-Tage sind im Auktionskalender ersichtlich.

Sollte für einen Ausschreibungszeitraum in Sonderfällen die Festlegung eines von diesem Schema abweichenden Angebotszeitraums erforderlich sein, so werden die Anbieter zumindest eine Woche vor Beginn dieses abweichenden Angebotszeitraumes darüber informiert.

Zuschlagsverfahren

Am Ende des Angebotszeitraums werden die Angebote nach Preisen gereiht – die billigsten Angebote zuerst –, bis die erforderliche Summenregelreserve erreicht ist. Sollten ein oder mehrere Angebote denselben Leistungspreis aufweisen, zählt der frühere Eingangszeitstempel. Ist die Ausschreibungsmenge erreicht, behält sich APG das Recht vor, das letzte Angebot zur Erfüllung der erforderlichen Summenregelreserve auf 1 MW zu kürzen.

Jeder Anbieter erhält für seine Angebote, die den Zuschlag erhielten, den ermittelten Grenzpreis ("pay as cleared") und damit mindestens den in diesen Angeboten geforderten Leistungspreis. Arbeitspreis gibt es keinen, d. h. weder wird die vom Anbieter gelieferte Primärregelenergie vergütet noch muss der Anbieter die übernommene Primärregelenergie bezahlen. Da die tatsächliche Netzfrequenz um den Mittelwert von 50 Hz pendelt, beträgt die Primärregelenergie (gelieferte minus entnommener Energie) im Mittel Null.

Seit Anfang April 2015 wurde die Beschaffung der Primärregelung, die ab Mitte 2013 in einer gemeinsamen Ausschreibung mit dem Schweizer TSO Swissgrid durchgeführt wurden, um die TSOs aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark erweitert. Im Juli 2016 schloss sich der belgische TSO ELIA der Kooperation an. Im Jänner 2017 erfolgte die Erweiterung um den französischen TSO RTE. Nähere Information hierzu finden Sie unter „Grenzüberschreitende Kooperation“.

Sollte diese Kooperation aus technischen Gründen nicht durchgeführt werden können, so findet eine Aufspaltung des Marktes (ein sogenanntes Decoupling) statt und eine lokale Ausschreibung statt. In jedem dieser Fälle funktioniert der Ausschreibungsprozess und das Zuschlagsverfahren grundsätzlich gleich.

Erfolglose Ausschreibung

Im Fall, dass die Menge der gültigen Angebote kleiner als die Ausschreibungsmenge ist, werden die Angebotsmengen, die die Zuschlagskriterien erfüllen, akzeptiert, und die auf die Ausschreibungsmenge fehlende Leistung wird neuerlich gemäß Ausschreibungskalender üblicherweise am Folgetag ausgeschrieben. Diese neuerliche Ausschreibung wird lokal (nur für Österreich und nicht in Rahmen der Kooperation) durchgeführt. Die Anbieter werden rechtzeitig darüber informiert. Sollte trotz Wiederholung der Ausschreibung die Ausschreibungsmenge nicht erreicht werden, gilt die Ausschreibung für die fehlende Leistung als erfolglos.

Im Fall der erfolglosen Ausschreibung wird geeigneten Anbietern am Freitag entsprechend den Bestimmungen des ElWOG 2010 die Bereitstellung der fehlenden Primärregelreserve angeordnet (Einweisung).