MARI-Projekt: Startschuss für gemeinsame Tertiärregelreserve-Plattform

07.04.2017

Am 5. April 2017 haben 19 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) eine Absichtserklärung für die Planung, Implementierung und den Betrieb einer Plattform zum gemeinsamen Abruf von Tertiärregelreserve unterzeichnet. Ziel ist es, einen gemeinsamen Vorschlag für eine europäische Plattform für den Austausch von Tertiärregelenergie zu entwickeln. Der Projektname „MARI“ steht für „Manually Activated Reserves Initiative“.

Die Mitte März 2017 verabschiedete Richtlinie „Guideline on Electricity Balancing“ (GL EB) der Europäischen Kommission sieht die Einführung europaweiter Plattformen zum Austausch aller Regelenergiearten vor. Insgesamt 19 ÜNB haben daher bereits im Jahr 2016 damit begonnen, an  einem entsprechenden Plattform-Design für die Tertiärregelreserve zu arbeiten. Ziel ist die Kopplung der einzelnen Märkte für Tertiärregelreserve. Die Plattform soll den Anforderungen der GL EB gerecht werden und darüber hinaus die Versorgungssicherheit, die Effizienz des Regelenergieeinsatzes und die Kooperation im Bereich Regelenergie in Europa verbessern.

Die beteiligten ÜNB konzentrieren sich nun auf die Entwicklung und Implementierung der Plattform. Ebenfalls eingebunden werden Stakeholder und Regulierungsbehörden. Die ÜNB gehen davon aus, dass die Umsetzungsfristen der GL EB bis zum Jahr 2022 erfüllt werden.

 

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