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Entschädigung für Grundinanspruchnahme

Ein Grundstück kann grundsätzlich entweder durch einen Maststandort selbst oder durch eine Überspannung – hier führen nur die Leiterseile und der damit verbundene Servitutsbereich über das Grundstück – beansprucht werden. Wie diese beanspruchten Flächen entschädigt werden, ist in der Rahmenvereinbarung mit der Landwirtschaftskammer Salzburg vom Oktober 2010 für alle Grundeigentümer einheitlich geregelt.

Handelt es sich bei der beanspruchten Fläche um einen Wald, der im Zuge der Leitungserrichtung gefällt werden soll, so wird die Höhe der Entschädigungsleistung auf Basis der Rahmenvereinbarung durch einen Sachverständigen bewertet. Die Bewertung erfolgt dabei nach anerkannten Methoden der Waldwertrechnung und berücksichtigt unter anderem:

  • dauernden Nutzungsentgang
  • Hiebsunreife
  • Nutzung zur Unzeit
  • Bewirtschaftungserschwernisse
  • Ertrags- und Bodenwertminderung
  • Randschäden

Teilweise ist es notwendig den vorhandenen Baumbestand - zumindest für die Bauzeit - innerhalb der beanspruchten Waldfläche zu fällen. Die Berechnung der Fällungsbreite erfolgt nach Aufnahme des Baumbestandes entsprechend den einschlägigen Normen und wird so ausgelegt, dass im Betrieb kein Baum in die Leitung fallen kann.

Dabei sind vor allem drei Faktoren von Bedeutung:

  • die Baumhöhe,
  • die Seilhöhe und
  • die Geländeneigung

In vielen Fällen wird der Wald so hoch überspannt, dass eine Schlägerung des Bestandes für den Bau und Betrieb der Leitung nicht erforderlich ist. Hier wird seitens APG eine entsprechende Entschädigung gemäß der Rahmenvereinbarung angeboten.

Nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgt die Wiederaufforstung im Trassenbereich entsprechend den Auflagen des UVP-Bescheides. Hier steht jedem Grundeigentümer die Entscheidung frei, ob er diese Arbeiten gegen Entgelt laut Rahmenvereinbarung selbst durchführen möchte oder ob die Aufforstung von einem seitens der APG beauftragten Unternehmen durchgeführt werden soll, das auch die Pflege der Kultur bis zu deren Sicherung übernimmt. Die Einhaltung der Bescheidauflagen wird dabei in jedem Fall von der forstökologischen Bauaufsicht kontrolliert.

Wald_Entschaedigung