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Wie wird die Salzburgleitung gebaut?

Die 380-kV-Salzburgleitung wird als Freileitung errichtet, da diese Form der technischen Ausführung sowohl dem internationalen Stand der Technik als auch der betrieblichen Praxis entspricht. Da es sich bei der Salzburgleitung um eine Leitung mit überregionaler Bedeutung handelt, muss die Leitung dem sogenannten n-1 Kriterium entsprechen. Das n-1 Kriterium ist ein internationaler Sicherheitsstandard, der bei der Planung und dem Betrieb von Leitungen und Netzen eingehalten werden muss. Dieses Sicherheitskriterium ist notwendig, damit die Stromversorgung auch im Falle einer Störung (z. B. dem Ausfall einer anderen Leitung oder eines Trafos) sichergestellt ist.

Um dieses Kriterium erfüllen zu können, wird die Salzburgleitung als 2-systemige Leitung gebaut.

Jedes der beiden Systeme der Salzburgleitung besteht aus drei Phasen. Die bauliche Anordnung der einzelnen Phasen ist abhängig vom jeweils eingesetzten Mastbild – entweder befindet sich auf jedem Ausleger des Mastes eine Phase (Tonne) oder auf dem unteren Ausleger befinden sich zwei Phasen (Donau).

Jede einzelne Phase besteht wiederum aus mehreren Leiterseilen, die unter dem Begriff Bündel zusammengefasst werden. Im Falle von Hoch- und Höchstspannungsleitungen kommen üblicherweise nur noch 3-er oder 4-er Bündel zum Einsatz. Bei der Salzburgleitung wird das sogenannte 3-er Bündel eingesetzt - jedes Bündel besteht somit aus drei einzelnen Leiterseilen. Durch die Verwendung eines 3-er Bündels werden auch die Koronageräusche maßgeblich reduziert.

Zusätzlich zu den Leiterseilen befindet sich an der Spitze des Mastes noch ein Erdseil. Dieses dient zum Schutz der Leitung vor direkten Blitzeinschlägen.

Systematik