BESPRECHUNG_pf120316_p45-8216-eciRGB8

Wie wird die Salzburgleitung aussehen?

Bei der Errichtung der Salzburgleitung kommen grundsätzlich zwei verschiedene Mastbilder zum Einsatz – das Mastbild „Donau“ mit zwei Auslegerebenen oder das Mastbild „Tonne“ mit drei Auslegerebenen.

Die Entscheidung, welches der beiden Mastbilder an einem Standort zum Einsatz kommt, ist in erster Linie von der örtlichen Geländetopographie (flaches oder gebirgiges Gelände) abhängig. Da der sogenannte Donaumast nur zwei Auslegerebenen besitzt, erscheint er im Gegensatz zum Tonnenmast wesentlich kompakter und dadurch auch niedriger. Dies ist vor allem in Bereichen mit einem eher flachen Gelände und damit verbundenen weiten Sichtstrecken von Bedeutung.

Der Tonnenmast erscheint durch seine kürzeren Ausleger gesamthaft schlanker, aber auch höher als der Donaumast. Durch die kürzeren Ausleger hat er allerdings den Vorteil, dass weniger Grundfläche beansprucht wird – dies ist vor allem im Gebirge, wo meist wenig Platz zur Verfügung steht von Bedeutung.

Entsprechend den natürlich vorhandenen Geländeformationen lässt sich aus diesen Gründen einmal das Mastbild „Donau“ und ein anderes Mal das Mastbild „Tonne“ besser in das Landschaftsbild integrieren. Nur bei optimaler Ausnützung des Zusammenspiels von Geländeformen und Mastbild, kann die Sichtbarkeit der Leitung größtmöglich verringert werden. Die Leitung wird auf diese Weise quasi „versteckt“. Durch die Wahl der olivgrünen Mastfarbe wird dieses Bemühen noch zusätzlich verstärkt.

Wie hoch die Masten der Salzburgleitung an den jeweiligen Standorten werden, hängt jedoch nicht alleine von der Wahl des Mastbildes ab. Auch hier spielen die örtlichen Gegebenheiten eine große Rolle. Die wichtigsten Einflussfaktoren dabei sind:

  • die Länge des Spannfeldes (Bereich zwischen zwei Masten)
  • die Topografie innerhalb des Spannfeldes (z. B. Geländekuppen)
  • mögliche Hindernisse, welche überspannt werden müssen (z. B. andere Leitungen, Flüsse, Straßen etc.)
  • Mitführung anderer Leitungen (z. B. Leitungen der Salzburg Netz GmbH)

Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass der Standortmast „Donau“ 48 Meter und der Standortmast „Tonne“ 52 Meter hoch ist. Neben diesen beiden klassischen Mastbildern wird in einem Abschnitt der Salzburgleitung auch ein neues Mastbild – der sogenannte Rohrmast – eingesetzt und errichtet.