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Umspannwerk Obersielach wird zukunftsfit

APG investiert 38 Mio. Euro in Umbau und Erweiterung

27.10.2016

Im APG-Umspannwerk (UW) Obersielach finden in den kommenden Jahren umfangreiche Bauarbeiten zur Sanierung und Erweiterung der bestehenden 220- und 380-kV-Schaltanlagen statt. Die APG investiert in Summe ca. 38 Mio. Euro in ihren Standort in Völkermarkt und macht ihn damit fit für die Zukunft.

Das ist notwendig, um die Stromversorgung in der Region auch weiterhin jederzeit gewährleisten zu können. Denn das UW Obersielach spielt eine wichtige Rolle in der Versorgung der Region Mittel- und Unterkärnten sowie in der Abstützung des Versorgungsnetzes der Kärnten Netz GmbH (KNG). Es ist der größte und wichtigste Strom-Anspeisepunkt für den Zentralraum Kärnten aus dem übergeordneten 380/220-kV-Netz. Von hier aus wird über insgesamt drei 220/110-kV-Transformatoren das 110-kV-Verteilnetz der KNG angespeist. Über das Verteilnetz der KNG werden wiederum die Haushalte der Region mit Strom versorgt. Zudem ist Obersielach ein wichtiger Netzknoten im übergeordneten Stromnetz der APG, der die Malta-Kraftwerksgruppe mit den Windkraftanlagen im Osten des Landes verbindet. Überschüssiger Windstrom, der nicht vor Ort verbraucht wird, kann so zu den „Grünen Batterien“, den Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen transportiert und dort gespeichert werden. Bei Bedarf kann der Strom dann wieder von den Pumpspeicherkraftwerken abgerufen werden.

Geplante Maßnahmen

  • Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage und Installation eines zusätzlichen 380/220-kV-Transformators mit einer Leistung von 550MVA, mit dem sich fast ganz Kärnten versorgen ließe. Der neue Transformator, der aus drei so genannten Transformatorschenkeln besteht, wird im Oktober 2017 in drei Etappen zum UW Obersielach transportiert (Transportgewicht jeweils ca. 155 Tonnen). Im Frühjahr 2018 wird er in Betrieb genommen.
  • Die 220-kV Schaltanlage aus dem Baujahr 1961 wird generalsaniert. Ein Teil davon wird als gasisolierte 220-kV-SF6-Anlage errichtet – der Vorteil der hochmodernen Anlage: sie erfordert weniger Wartungsaufwand und ist besonders platzsparend.
  • In den 380- und 220-kV-Schaltanlagen wird die gesamte Leittechnik zur Überwachung und Steuerung der Anlagen, die rund dreißig Jahre im Einsatz waren, komplett ausgetauscht und durch digitale Feldleitgeräte ersetzt.

Aktuell werden folgende Arbeiten durchgeführt

  • Aushubarbeiten für die Erweiterung der 380-kV Schaltanlage
  • Aushubarbeiten für das Fundament eines neuen Großtransformators
  • Demontage einzelner Anlagenkomponenten in der 220-kV Schaltanlage

 

Um die Stromversorgung der Region während der gesamten Bauzeit gewährleisten zu können, werden die Arbeiten in einem straffen Zeitplan und in einzelnen, exakt geplanten Etappen umgesetzt.