Masterhöhung Molln

APG greift in die Trickkiste

Spektakulärer Hubschraubereinsatz in Oberösterreich

31.08.2016

Ohne Strom funktioniert heutzutage nichts mehr: kein Licht, keine Bankomatkassa – nicht einmal eine Toilette. Umso wichtiger ist die sorgfältige Instandhaltung von Stromleitungen. Verantwortlich für das überregionale österreichische Stromnetz ist die Austrian Power Grid AG (APG), die derzeit 29 Mio. Euro in die Sanierung einer Stromleitung investiert, die durch Oberösterreich führt.

Die 220-kV-Stromleitung zwischen den Umspannwerken Weißenbach (Steiermark) und Ernsthofen (Niederösterreich) hat sowohl im APG-Netz als auch innerhalb Oberösterreichs eine bedeutende Rolle: Sie verbindet das 110-kV-Netz der Netz OÖ GmbH mit den überregionalen Stromleitungen der APG und ist daher besonders wichtig für die Stromversorgung in den Bezirken Kirchdorf, Steyr Land und Linz Land.

Kamov demontierte Strommast und baute ihn wieder auf

Nach langer Betriebszeit von rund 70 Jahren besteht mittlerweile an vielen Masten und Fundamenten der Leitung umfangreicher Sanierungsbedarf. Um die Versorgungssicherheit im oberösterreichischen Stromnetz zu verbessern, werden auch moderne Leiterseile montiert. Zudem ist es notwendig, einige Strommaste zu erhöhen. In schwierigem Gelände kommt dabei ein Hubschrauber zum Einsatz. So zum Beispiel in der Marktgemeinde Molln im Bezirk Kirchdorf: Um das Gelände rund um den betroffenen Trassenabschnitt zu schonen, wurden vergangene Woche die einzelnen Bauteile von der APG per „Kamov“ – einem modernen zweimotorigen Schwerlasthubschrauber mit einem Hebevermögen von fünf Tonnen – zum Maststandort transportiert. Die Masterhöhung selbst wurde im Zuge einer spektakulären Aktion ebenfalls mithilfe des Hubschraubers durchgeführt: In kürzester Zeit wurde der Strommast so vollständig demontiert und 2 Meter höher wieder aufgebaut. Durch den eingebauten Zwischenschuss wird garantiert, dass auch in Zukunft sämtliche Sicherheitsabstände eingehalten werden. Insgesamt transportierte die Kamov 12,5 Tonnen Stahl. Die Montage der einzelnen Bauteile erfolgte durch Leitungsbaumonteure, die gemeinsam mit dem Piloten höchst präzise arbeiteten.