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Wiedehopf zieht ein: 17 Nistkästen warten auf Bewohner

APG und BirdLife Kärnten starten neues Artenschutzprojekt im Gailtal

12.05.2015

APG bemüht sich laufend, die Habitate rund um ihre Anlagen zu optimieren und damit neuen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schaffen. In Kärnten hat die APG daher gemeinsam mit BirdLife ein Projekt zum Schutz des Wiedehopf initiiert, im Rahmen dessen im April die ersten Nistkästen montiert wurden.

„Als verantwortungsvolles Unternehmen setzen wir häufig Maßnahmen zur Habitatverbesserung, die in dieser Form gar nicht behördlich vorgeschrieben sind“, erklärt Sven Aberle, APG-Experte für Ökologisches Trassenmanagement das Engagement des Unternehmens in puncto Artenschutz. Eine dieser schützenswerten Arten ist der vom Schnabel bis zur Schwanzspitze 28 Zentimeter große Wiedehopf, der in Österreich zu den bedrohten Vogelarten zählt. Die Population des Zugvogels war in den letzten Jahren aufgrund des Verlusts von Lebensräumen stark rückläufig. Aberle: „Die Montage von Nistkästen auf unseren Strommasten stellt eine wichtige Schutzmaßnahme für den Wiedehopf dar.“ Und Andreas Kleewein, Geschäftsführer BirdLife Österreich-Landesgruppe Kärnten ergänzt: "Das Gailtal zählt in Kärnten zu jener Region, die vom Wiedehopf häufig für das Brutgeschäft aufgesucht wird. Als höhlenbrütende Vogelart kann man den Wiedehopf mit dieser Maßnahme in der Region stützen und ihm zusätzlich zu möglicherweise abhanden gekommenen natürlichen Bruthöhlen einen Nistplatz bieten."

17 Nistkästen montiert

Aus diesem Grund hat die APG vor Kurzem im Gailtal zwischen Feistritz/Gail und Möderndorf auf ihrer 220-kV-Leitung Obersielach-Lienz 17 Nistkästen für den Wiedehopf montiert. Gemeinsam mit BirdLife Kärnten wurden die Holzkästen in einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern im Bereich des ersten oder zweiten Querträgers des Mastfußes angebracht. Die speziell auf die Ansprüche des Wiedehopfs abgestimmten Nistkästen sind ca. 40 x 25 Zentimeter groß, aus Lärchenholz gefertigt und mit Nussasche gebeizt. Das Dach ist mit einer Dampfbremse gegen Verwitterung geschützt. Die Vorderseite des Nistkastens hat ein ca. 5 Zentimeter großes Einflugloch. Das Projekt-Monitoring in den kommenden Jahren erfolgt durch BirdLife Kärnten.

 

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Bilder: Aaron Seidl & APG