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Intelligente Fluggeräte verbessern Leitungsinspektion

Unbemannte Flugobjekte haben nicht zwingend etwas mit Science Fiction zu tun

11.08.2014

Die Energiewende erfordert in vielerlei Hinsicht ein Umdenken. Das gilt sowohl für die Netzbetriebsführung, als auch für den Anlagenbetrieb. Die APG passt sich den veränderten Bedingungen an.

Das hohe Aufkommen von Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie stellt europäische Übertragungsnetzbetreiber wie die APG vor große Herausforderungen. Das gilt vor allem auch für die Leitungsinstandhaltung. Denn es wird immer schwieriger, gesicherte Leitungsabschaltungen für bevorstehende Inspektionen langfristig zu planen. Aus diesem Grund setzt die APG auf den Einsatz eines UAV (Unmanned Aerial Vehicle/Multikopter). Das unbemannte Fluggerät hilft, Abschaltungen zu vermeiden und dient damit dem Transport Erneuerbarer. Es wird ferngesteuert und kann mittels GPS auf bestimmte Flugrouten programmiert werden. Mit einer integrierten Kamera macht das Gerät Luftaufnahmen von Freileitungen und Umspannwerken, anhand derer bestimmte Zustandsbewertungen der Anlagen erfolgen können – ohne dafür eine Leitung abschalten zu müssen. Da die Kopterbilder zusätzliche Perspektiven liefern, verbessert der Einsatz des Geräts die Qualität von Inspektionen aller Art (Umspannwerke, Leitungen, Fliegerwarnkugeln etc.).

Seit 2013 arbeitet die APG gemeinsam mit dem Hersteller Aibotix an der Weiterentwicklung der Flugroutenplanung des Kopters, und auch der so genannte Way-Point-Flug soll in Zukunft zentimetergenau sein. Spezielle Features wie automatisches Starten und Landen, die automatische Höhenbeschränkung oder die Eingabe eines bestimmten Ziels, auf das die Kamera gerichtet bleibt, sind bereits in Verwendung.

Multikopter1

Multikopter2 

Immense Rechenleistung. Selbst bei starkem Wind richtet sich der Kopter immer entsprechend den eingegebenen Koordinaten aus.