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APG und EPEX SPOT starten österreichischen Intraday-Markt

Wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des gesamteuropäischen Intraday-Zielmodells erreicht

17.10.2012

Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber, Austrian Power Grid (APG), und die europäische Strombörse EPEX SPOT SE haben gemeinsam am 16. Oktober 2012 einen Intraday-Markt in Österreich gestartet und ihn mittels einer offenen Schnittstelle, die von APG bereitgestellt wird, mit den deutsch-französischen Intraday-Märkten verbunden. Physische und finanzielle Erfüllung der neuen österreichischen Intraday-Kontrakte werden von der European Commodity Clearing AG (ECC), Europas zentralem Clearinghaus für Energie, bereitgestellt.

Der Start des österreichischen Intraday-Markts in der Lieferzone von APG stellt einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung des gesamteuropäischen Intraday-Zielmodells dar. Dieses schreibt entsprechend der Rahmenleitlinien zu Kapazitätszuweisung und Engpassmanagement eine europaweite Harmonisierung mit kontinuierlichem implizitem Intraday-Handel vor. Der österreichische Intraday-Markt ist künftig mit den deutschen und französischen Intraday-Märkten der EPEX SPOT verbunden: Marktteilnehmer in allen drei Ländern werden von der konzentrierten Liquidität und den stärker vereinheitlichten Handelsbedingungen profitieren. Der derzeitige Mechanismus für die Nominierung grenzüberschreitender Fahrpläne an der deutsch-österreichischen Grenze ist nicht betroffen und bleibt für alle Marktteilnehmer bestehen.

EPEX SPOT und APG führen den Integrationsprozess des österreichischen Intraday-Markts fort. Die Handelsschlusszeiten für grenzüberschreitenden Intraday-Handel zwischen Deutschland, Frankreich und Österreich werden weiter verbessert: APG und EPEX SPOT arbeiten mit anderen beteiligten Parteien daran, die lokalen und die grenzüberschreitenden Handelsschlusszeiten an der Strombörse so weit wie möglich zu synchronisieren, um grenzüberschreitenden Handel näher am Lieferzeitpunkt zu ermöglichen. Diese Weiterentwicklungen sollen 2013 umgesetzt werden, sofern die Tests der Systeme reibungslos verlaufen und die Zustimmung der Regulierungsbehörden vorliegt.

Das gesamteuropäische Intraday-Zielmodell soll letztendlich aus einem sogenannten „Gemeinsamen Orderbuch“ und einem Modul zum Engpassmanagement bestehen. EPEX SPOT und APG haben nun die nötige Infrastruktur aufgebaut, um eine reibungslose Integration des österreichischen Marktes in das Zielmodell zu gewährleisten.