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Bundespräsident Heinz Fischer besucht Power Grid Control

02.07.2012

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer besuchte am Freitag, den 29. Juni 2012 die Power Grid Control. Bei einer Führung durch das Nervenzentrum der heimischen Stromversorgung ließ sich das Staatsoberhaupt über die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der heimischen Stromnetz-Infrastruktur informieren. Fischer würdigte dabei die Rolle der APG im Rahmen der Verwirklichung der Energiewende in Richtung erneuerbarer Energien.
 

Stromversorgung im Zeichen der Energiewende

Die Energiewirtschaft in Europa durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Transformationsprozess. Die langfristige und nachhaltige Umstellung auf saubere erneuerbare Energieträger bringt große Chancen mit sich, stellt alle Akteure aber auch vor große Herausforderungen. Eine ganz zentrale Rolle spielen dabei die europäischen Stromversorgungssysteme. „Mit dem überall in Europa forcierten Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Windkraft und der Photovoltaik, verändert sich das europäische Stromversorgungssystem ganz grundlegend“, sagt VD Dr. Heinz Kaupa. „Es entsteht ein völlig neuer Mix an Stromerzeugungseinheiten, die zum einen weit entfernt von den großen Verbrauchszentren liegen, und deren Erzeugung zum anderen sehr stark schwankt. Die Anforderungen an die Netzinfrastruktur Europas verändern sich damit massiv.“

Zu den Dimensionen: Bis 2020 wird sich die in Europa installierte Windkraftleistung verdreifachen, die der Photovoltaikanlagen sogar verzwölffachen. Die Entwicklung in Österreich ist ganz ähnlich. Im Bereich der Windkraft sieht etwa das österreichische Ökostromgesetz 2012 ein Ausbauziel von derzeit 1.000 MW auf über 3.000 MW bis 2020 vor Dieser Zuwachs entspricht der Leistung der gesamten Donaukraftwerkskette. Der überwiegende Teil der neuen Windkraftanlagen wird im Osten Österreichs entstehen. Die APG hat daher in den letzten Jahren massiv in die Verstärkung ihrer Anlagen im Burgenland und im östlichen Niederösterreich investiert, um den neu hinzukommenden Windstrom in das heimische Stromversorgungsnetz aufnehmen zu können. Angesichts der skizzierten Entwicklungen sind in den kommenden Jahren weitere massive Investitionen in das heimische Übertragungsnetz notwendig.

Bundespräsident Fischer: „Die Energie- und Stromwirtschaft befindet sich inmitten einer Zeitenwende. Im Rahmen meines Betriebsbesuches im Kontrollzentrum der APG konnte ich mir ein Bild über die kommenden Herausforderungen in diesem Bereich machen: Die Integration von Wind und Solar gehen Hand in Hand mit dem Ausbau der Stromnetze – dieser Verantwortung müssen wir uns mit ganzer Kraft stellen. Die Qualität dieser Infrastruktur ist ein Garant für einen nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsstandort Österreich.“