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400 Mio. Euro Investition in das OÖ-Hochspannungsnetz

23.09.2011

Die Forderungen nach dem Ausbau erneuerbarer Energiequellen und der verstärkten Einspeisung der gewonnenen Energie aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, sowie vermehrt transeuropäische Routenplanung machen es notwendig, die Übertragungsnetze in Österreich für diese zukünftigen Herausforderungen zu rüsten. Die aktuelle Novelle des Ökostromgesetzes wird den Ausbau der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen auch in Oberösterreich deutlich verstärken.

Im August 2011 hat die Austrian Power Grid AG (APG) als Übertragungsnetzbetreiber entsprechend ihrer gesetzlichen Verpflichtung den Netzentwicklungsplan 2011 vorgelegt, der die Voraussetzung für den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen ist. Darin sind die erforderlichen Netzausbauprojekte im Übertragungsnetz der APG für den gesetzlichen Planungszeitraum bis 2020 festgeschrieben.

 

Gerade im Raum Oberösterreich steht eine Reihe von Projekten zur Erhöhung der Versorgungssicherheit (z.B. Zentralraum Linz) und zur Integration von regenerativen Energiequellen bevor. In rund 20 Jahren (2003 – 2025) investiert die APG alleine in Oberösterreich mehr als 400 Mio. Euro in die Modernisierung des Hochspannungsnetzes. Diese Investitionen bewirken erfahrungsgemäß eine rund 80%ige regionale Wertschöpfung.

 

Unsere Energiezukunft gehört den erneuerbaren Energien

Die APG trägt die Verantwortung für die nachhaltige Sicherung der Stromversorgung Österreichs. Zu dieser Verantwortung gehört es, alles zu unternehmen, um das Übertragungsnetz den stetig steigenden Anforderungen seitens Wirtschaft und Gesellschaft anzupassen. Die größte Herausforderung der kommenden Jahre ist es, erneuerbare Energie ans Netz und Österreich damit seinen Klimazielen näher zu bringen. Nur ein starkes Übertragungsnetz macht es möglich, Energie aus Wind, Wasser und Sonne nachhaltig in Österreichs Energieversorgungssystem zu integrieren. Die Verantwortung der APG ist es, auch in Oberösterreich die Grundlagen für eine optimale Nutzung erneuerbarer Energien zu schaffen.

 

Halbzeit bei den APG-Projekten in Oberösterreich

In Oberösterreich ist in Abstimmung mit den Energieproduzenten und den Leitungspartnern eine Planung entwickelt worden, die neben der Modernisierung des oberösterreichischen Hochspannungsnetzes die Voraussetzung für die Einbindung zukünftiger Energieproduktionen aus erneuerbaren Quellen ermöglicht. Zu den dafür notwendigen Maßnahmen gehören die Aufrüstung von Umspannwerken ebenso wie die Erneuerung bzw. der Neubau von Leitungen im Bereich der Spannungsebenen 220 kV und 380 kV. Ein Teil der Projekte ist bereits realisiert bzw. in Umsetzung – derzeit ist rund die Hälfte abgearbeitet, die zweite Hälfte erfolgt bis 2025.

 

Austrian Power Grid AG: Das starke Rückgrat der heimischen Stromversorgung

Die Austrian Power Grid AG ist der größte heimische Übertragungsnetzbetreiber und damit eines der bedeutendsten Infrastrukturunternehmen des Landes. Die APG ist für etwa 95 Prozent des Übertragungsnetzes auf den Spannungsebenen 110, 220 und 380 kV und damit für die zuverlässige Stromversorgung Österreichs verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern unserer europäischen Nachbarn überwacht, koordiniert und steuert die APG den grenzüberschreitenden Stromfluss und stellt im Rahmen der ENTSO-E (European Network of Transmission System Operators for Electricity) die Stromversorgung Europas langfristig und nachhaltig sicher. Zu den zentralen Aufgaben zählen der sichere Betrieb und die laufende Instandhaltung der Anlagen.

Durch sorgsame und langfristige Netzplanung stellt die APG sicher, dass Österreichs Stromversorgungssystem auch in Zukunft den stetig wachsenden Herausforderungen gerecht wird. Ebenso koordiniert und steuert die APG die Versorgung der Verteilnetze in den Bundesländern, wie auch in Oberösterreich. Die oberösterreichischen Netzpartner beliefern über ihre Verteilnetze die Wirtschaft und die Haushalte in Oberösterreich.