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05.03.2019
380 kV-Salzburgleitung: Bundesverwaltungsgericht bestätigt positiven UVP-Bescheid
Zentrales Projekt zur Erreichung der österreichischen Klima-Ziele

 

Das Bundesverwaltungsgericht in Wien hat mit Erkenntnis vom 05.03.2019 die Umweltverträglichkeit eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Republik bestätigt. Die Salzburgleitung ist ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der österreichischen Klimaziele. APG sichert damit die Stromversorgung Salzburgs und erhöht maßgeblich die Versorgungssicherheit für ganz Österreich. Mit einer Verfahrensdauer von 77 Monaten (1. Instanz und Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht) ist es eines der am längsten geprüften Infrastrukturprojekte Österreichs. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 800 Millionen Euro.

APG schafft Basis für Erreichung der österreichischen Klimaziele

Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat heute ein positives Erkenntnis erlassen und damit den erstinstanzlich positiven UVP-Bescheid der Salzburger Landesregierung für die 380-kV-Freileitung in Salzburg rechtskräftig bestätigt. Die Beschwerden wurden abgewiesen. „Das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts ist ein wichtiger Meilenstein für die Energie-Infrastruktur Österreichs. Mit der Salzburgleitung schafft APG die Voraussetzung, dass der geplante massive Ausbau der Erneuerbaren wie Wind und Photovoltaik ins Stromnetz integriert  und die langfristige sichere Stromversorgung Österreichs garantiert werden können. Aufgrund der hohen Dringlichkeit der Salzburgleitung werden wir so rasch wie möglich mit dem Bau beginnen“, betonen Gerhard Christiner und Thomas Karall, Vorstände des überregionalen Stromnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG).

Salzburgleitung schließt Lücke zwischen Osten und Westen

 Die 380-kV-Salzburgleitung ist ein wesentliches Projekt zur Vollendung des 380-kV-Sicherheitsrings der APG. Dieser Ring ist das Rückgrat der österreichischen Stromversorgung. „Darüber hinaus ist die Salzburgleitung ein zentrales Projekt zur Erreichung der österreichischen Klimaziele“, betonen Karall und Christiner. Sie verbindet die Windkraft-Hotspots im Osten des Landes mit den Pumpspeicherkraftwerken im Westen. Überschüssiger Windstrom, der nicht vor Ort verbraucht wird, kann so zu den „grünen Batterien“, den Speicherkraftwerken in den Alpen, transportiert und dort gespeichert werden. Bei Bedarf kann der Strom dann wieder von den Speicherkraftwerken abgerufen werden. So können die erneuerbaren Energieträger effizient genutzt werden und die #mission2030 - österreichische Stromversorgung durch 100 % Erneuerbare - auch tatsächlich umgesetzt werden.

Versorgungssicherheit für Salzburg

Das Bundesland Salzburg bezieht durchschnittlich mehr als 50 Prozent des benötigten Stroms aus dem Netz der APG. „Die neue Salzburgleitung ist für die Umsetzung des neuen Netzkonzepts der Salzburg Netz GmbH unbedingt notwendig und gewährleistet auch für die Zukunft die Versorgungssicherheit im Bundesland Salzburg “, so Christiner.

APG investiert rund 800 Millionen Euro: wichtiger Wirtschaftsimpuls

Karall unterstreicht auch die ökonomische Bedeutung des Projektes: „Das Investitionsvolumen beläuft sich, auch aufgrund der langen Verfahrensdauer, auf inzwischen rund 800 Millionen Euro. Damit können laut einer Studie des Industriewissenschaftlichen Institutes über die Bauzeit rund 7000 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden, etwa 2250 davon alleine in Salzburg.“

Umweltverträgliches Projekt: Mehr Demontagen als Neubauten

In einigen Abschnitten können Leitungen der Salzburg Netz GmbH mit der neuen Salzburgleitung mitgeführt werden. Teil des Projekts ist zudem die Demontage alter 220-kV-Leitungen der APG. „In Summe wird es in Salzburg künftig 65 Leitungskilometer und 229 Maste weniger geben als heute“, erklärt Salzburgleitung-Projektleiter Wolfgang Hafner.
 Der Neubau umfasst eine Länge von 128 Kilometern zwischen den Umspannwerken Salzburg in Elixhausen (Flachgau) und Tauern in Kaprun (Pinzgau). Wichtiger Teil des Projektes sind neue  Abstützungen der Verteilnetzte in OÖ durch das neue Umspannwerk Wagenham und in Salzburg mit dem neuen Umspannwerk Pongau. Die Trassenführung der 380-kV-Salzburgleitung verläuft so, „dass die Auswirkungen auf Mensch und Natur so gering wie möglich sind“, so Hafner.