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Tertiärregelung

Tertiärregelreserve wird auch Minutenreserve genannt.

Die Erbringung von Tertiärregelenergie erfolgt ausschließlich auf Abruf von der APG und erfolgt dann mindestens für eine Dauer von 15 Minuten. Diese Mindestlaufzeit gilt jedoch nicht zum Ende der Produktzeitscheibe, da in diesem Fall der Abruf zeitgleich mit der Produktzeitscheibe endet (vgl. Punkt 3(7) des Rahmenvertrags).

Alle abrufbaren Angebote zur Erbringung von Tertiärregelenergie werden nach dem Arbeitspreis sortiert und in der sogenannten Merit-Order-Liste gesammelt. Im Fall der Notwendigkeit der Erhöhung oder Reduktion der Erzeugungsleistung in der Regelzone APG wird das nächste Angebot aus dieser Liste abgerufen. Im Falle von positiver Tertiärregelreserve (Anbieter liefert an Netz) werden die Angebote mit dem geringsten Arbeitspreis zuerst abgerufen. Im Falle von negativer Tertiärregelreserve (Anbieter entnimmt Energie aus dem Netz) werden die Angebote mit dem höchsten Arbeitspreis zuerst abgerufen. Bei Gleichheit der Arbeitspreise wird das mengenmäßig größere Angebot zuerst abgerufen. Ist auch die Menge gleich, wird das zuerst abgegebene Gebot zuerst abgerufen.

Abgerufene Anbieter erhalten den von ihnen gebotenen Preis in Euro pro Megawattstunde (bei Lieferung von Energie) bzw. bezahlen den von ihnen gebotenen Preis (bei Entnahme von Energie aus dem Netz).

Der Abruf erfolgt im Rahmen einer webbasierten automatischen Abruflösung (AutoMOT), welche im Herbst 2014 eingeführt wurde. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Downloadbox „AutoMOT Downloads“ unter auf der Seite Ausschreibungen der Tertiärregelreserve in der Regelzone APG.