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Primärregelung

Primärregelreserve wird dezentral in Kraftwerken zur Stabilisierung der Netzfrequenz bereitgestellt. Auf dieser Seite werden die innerhalb einer Viertelstunde in der Regelzone APG aufgetretenen Durchschnittswerte dargestellt. Es handelt sich um Sollwerte, die anhand der gemessenen Netzfrequenzabweichung berechnet und üblicherweise einige Minuten nach jeder vollen Stunde veröffentlicht werden.

Die Primärregelreserve wird durch den Einsatz von Turbinenreglern in Kraftwerken – ausgehend vom jeweiligen Arbeitspunkt – automatisch aktiviert. Ausgelöst wird die Aktivierung durch Abweichungen der Frequenz vom Sollwert (50 Hz), wobei mit zunehmender Frequenzabweichung auch die aktivierte Primärregelreserve zunimmt.

Die maximale Aktivierung (entspricht dem Auslegungsstörfall) erfolgt bei einer Frequenzabweichung von 200 mHz und darüber – die angebotene Primärregelreserve wird dann vollständig ausgeschöpft. Die maximale Aktivierung muss bis spätestens 30 Sekunden nach Auftreten der entsprechenden Frequenzabweichung erreicht werden. Sie muss über zumindest 30 Minuten zur Verfügung stehen.