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Forward Capacity Allocation (FCA)

Wesentliche Ziele und Inhalte

Die Verordnung (EU) 2016/1719 der Kommission zur Festlegung einer Leitlinie für die Vergabe langfristiger Kapazität trat am 17. Oktober 2016 in Kraft. Sie definiert die Modalitäten für die Vergabe langfristiger Übertragungskapazitäten. Ziel ist die Koordinierung und Harmonisierung der Berechnung und Vergabe von Kapazitäten im Jahres- und Monatsbereich. Kernelemente der Guideline sind die Ausgestaltung der langfristigen Übertragungsrechte, die Harmonisierung der Allokationsregeln sowie die Umsetzung einer einheitlichen Vergabeplattform.

Laufende Konsultationen

 

Konsultationsdokument

Frist bis

Status

Anmerkungen

Ergebnis

Core Long term capacity calculation methodology

10.07.2019

offen

 

 

Core Long terms splitting rules methodology

10.07.2019

offen

 

 

 

Genehmigte Festlegungen, Geschäftsbedingungen oder Methoden

 

  • Methode zur Bereitstellung der Erzeugungs- und Lastdaten für den langfristigen Zeitbereich

Die Methode beschreibt, welche Daten Erzeuger und Lasten wann an die ÜNB zu liefern haben. Die ÜNB verwenden diese Daten dann im gemeinsamen Netzmodell, um die Kapazitätsberechnung durchzuführen. Diese Methode berücksichtigt und ergänzt die entsprechend Art. 16 CACM festgelegte Methode für Erzeugungs- und Lastdaten.

Genehmigte Methode

  

  • Gemeinsames Netzmodell für den langfristigen Zeitbereich  

Das gemeinsame Netzmodell wird von den ÜNB zur Berechnung der langfristigen Kapazitäten herangezogen. Diese Methode berücksichtigt und ergänzt die entsprechend der Verordnung (EU) 2015/1222 (CACM) vorgesehene Methode für das gemeinsame Netzmodell und steht ebenso im Einklang mit der Methode für das gemeinsame Netzmodell entsprechend der Verordnung (EU) 2017/1485 (SOGL).

Genehmigte Methode

 

  • Gemeinsame Anforderungen für die zentrale Vergabeplattform (SAP)
  • Aufteilung der Kosten der zentralen Vergabeplattform (SAP)

FCA sieht die Errichtung einer europäischen Plattform für die Vergabe langfristiger Kapazität („Single Allocation Plattform“) durch die ÜNB vor. Die gemeinsamen Anforderungen an die zentrale Vergabeplattform enthalten beschreiben die Errichtung, Weiterentwicklungen und den Betrieb der Plattform. Die gemeinsamen Anforderungen an die zentrale Vergabeplattform enthalten auch eine Methode für die Aufteilung der mit der Errichtung, Weiterentwicklungen und dem Betrieb verbundenen Kosten.

Genehmigte Methode

 

  • Harmonisierte Vergabevorschriften (HAR)

Die harmonisierten Vergabevorschriften definieren die Mindeststandards für die Teilnahme am Allokationsprozess für langfristige Übertragungsrechte. Sie enthalten u.a. die Beschreibung des Vergabeprozesses, Mindestanforderungen für die Teilnahme, finanzielle Vorschriften, Vorschriften für Kürzung und Ausgleichszahlungen, die Übertragung von Übertragungsrechten an andere Marktteilnehmer, sowie Vorschriften für höhere Gewalt und Haftung.

ACER-Entscheidung über die Harmonisierten Vergabevorschriften

ACER Entscheidung Annex I

Genehmigter regionaler Annex für die Region Italy North

Genehmigter regionaler Annex für die Region Core

 

  • Regionale Ausgestaltung langfristiger Übertragungsrechte (RLTRs)

Die ÜNB jeder Kapazitätsberechnungsregion haben einen Vorschlag zur regionalen Ausgestaltung der langfristigen Übertragungsrechte auszuarbeiten. Dieser muss einen Zeitplan für die Einführung, sowie mindestens die Beschreibung der Art, der Zeitbereiche, der Produktart und der abgedeckten Gebotszonengrenzen beinhalten.

Genehmigter Vorschlag der ÜNB der Region Italy North 

Genehmigter Vorschlag der ÜNB der Region Core

 

  • Nominierungsvorschriften

Alle TSOs, die PTRs an einer Gebotszonengrenze ausgeben, haben Nominierungsvorschriften für Fahrpläne zwischen diesen Gebotszonen zu definieren.

Genehmigte Nominierungsvorschriften für die Grenze AT/IT

Nominierungsvorschriften für die Grenzen AT-HU, AT-CZ, AT-SI

 

  • Verteilung von Engpasserlösen

Der Vorschlag beschreibt die Methode, nach der Engpasserlöse aus der Vergabe langfristiger Kapazität verteilt werden. Die Methode hat die Methode zur Verteilung von Engpasserlösen für die Zeitbereiche Day-Ahead und Intraday nach CACM entsprechend zu berücksichtigen.

 

Genehmigte Methode zur Verteilung von Engpasserlösen

Sharing Keys

 

  • Koordinierte Kapazitätsberechnung für den langfristigen Zeitbereich

Spätestens sechs Monate nach der Genehmigung der Kapazitätsberechnungsmethoden für die Zeitbereiche Day-Ahead und Intraday nach CACM müssen die ÜNB auch eine gemeinsame Kapazitätsberechnungsmethode für die langfristigen  Zeitbereche innerhalb der jeweiligen Region erarbeiten und bei den Regulierungsbehörden zur Genehmigung einreichen.

In Arbeit

 

  • Methode für die Aufteilung langfristiger zonenübergreifender Kapazität

Die ÜNB jeder Kapazitätsberechnungsregion müssen spätestens bis zur Vorlage der Kapazitätsberechnungsmethode für den langfristigen Zeitbereich eine Methode für die koordinierte Aufteilung langfristiger zonenübergreifender Kapazität auf verschiedene Zeitbereiche innerhalb der jeweiligen Region entwickeln und bei den Regulierungsbehörden zur Genehmigung einreichen.

In Arbeit