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Electricity Balancing (EB)

Wesentliche Ziele und Inhalte 

Die „Verordnung (EU) 2017/2195 der Kommission zur Festlegung einer Leitlinie über den Systemausgleich im Elektrizitätssystem" ist am 18.12.2017 in Kraft getreten. Sie definiert neben allgemeinen Regeln zum Energieausgleich auch Prinzipien zu Beschaffung, Abruf und Abrechnung von Regelleistung.

Eine Übersicht über alle geplanten Umsetzungen finden Sie hier.

 

Laufende Konsultationen

 

 

Festlegungen, Geschäftsbedingungen oder Methoden

 

  • Modalitäten für Regelreserveanbieter in Österreich 

Spätestens sechs Monate nach dem Inkrafttreten müssen die TSOs eines Mitgliedstaats für alle Fahrplangebiete dieses Mitgliedstaats einen Vorschlag für die Modalitäten für die Regelreservebewirtschaftung zur Genehmigung bei den nationalen Regulierungsbehörden einreichen. APG hat die Modalitäten im Juni 2018 zur Genehmigung eingereicht, diese werden laufen angepasst. Die aktuell gültigen Modalitäten finden sie unter den Teilnahmebedingungen für Regelenergie-Ausschreibungen

 

  •  Zusätzlicher Abrechnungsmechanismus (ZAM) 

Mit 18.12.2018 sind die für die Tragung der Regelreservekosten und Ausgleichsenergieverrechnung relevanten Artikel 44 und Artikel 55 in Kraft getreten. Dadurch kann die bisherige Kostenaufteilung der aktuellen 78-22-Regelung (ElWOG § 69) nicht mehr angewendet werden, was zu Änderungen in der Verrechnung der Ausgleichsenergie und Tragung der Regelreservekosten führt. Gemeinsam mit der Expertenrunde, welche im Rahmen des APG Marktforums aufgesetzt wurde, wurde ein Übergangsmodell erarbeitet, welches seit 01.01.2019 in Kraft ist.

Von E-Control genehmigter ZAM

 

  • Harmonisierte Bestimmungen für den Austausch und die Beschaffung von Regelleistung für Frequency Containment Reserves (FCR = Primärregelreserve)

Zwei oder mehr TSOs, die Regelleistung austauschen oder dazu bereit sind, müssen einen Vorschlag für die Erstellung gemeinsamer harmonisierter Bestimmungen und Verfahren für den Austausch und die Beschaffung von Regelleistung entwickeln und zur Genehmigung bei den Regulierungsbehörden einreichen. APG hat im Rahmen der FCR-Kooperation mit den beteiligten TSOs einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet und im Oktober 2018 zur Genehmigung eingereicht.

 

Harmonisierte Bestimmungen für die FCR Kooperation

 

Weitere Informationen zur FCR-Kooperation finden sie hier.

 

  • Umsetzungsrahmen für die europäische Plattform für das IN-Verfahren 

Spätestens sechs Monate nach dem Inkrafttreten der EB-VO müssen alle TSOs entsprechend Art. 22 einen Vorschlag für den Umsetzungsrahmen einer europäischen Plattform für das Imbalance Netting erarbeiten. Über den Umsetzungsrahmen wurde am 24.06.2020 von ACER entschieden.

Umsetzungsrahmen für die europäische Plattform für Imbalance Netting

 

  • Umsetzungsrahmen für die europäische aFRR Plattform 

Entsprechend Art. 21 ist von allen TSOs ein Vorschlag für den Umsetzungsrahmen einer europäischen Plattform für den Austausch von Regelarbeit aus Frequenzwiederherstellungsreserven mit automatischer Aktivierung (aFRR = Sekundärregelreserve) zu erarbeiten. Über den Umsetzungsrahmen wurde am 24.01.2020 von ACER entschieden.

Umsetzungsrahmen für die europäische Plattform für aFRR

 
  • Umsetzungsrahmen für die europäische mFRR Plattform

Entsprechend Art. 20 ist von allen TSOs ein Vorschlag für den Umsetzungsrahmen einer europäischen Plattform für den Austausch von Regelarbeit aus Frequenzwiederherstellungsreserven mit manueller Aktivierung (mFRR = Tertiärregelreserve) zu erarbeiten. Über den Umsetzungsrahmen wurde am 24.01.2020 von ACER entschieden.

 Umsetzungsrahmen für die europäische Plattform für mFRR

 

  • Methode zur Klassifizierung von Aktivierungsgründen von Regelenergiegeboten

Entsprechend Art 29 ist von allen TSOs ein Vorschlag zur Klassifizierung für Aktivierungsgründe von Regelenergiegeboten zu erarbeiten und zur Genehmigung bei allen Regulatoren einzureichen. Am 15.07.2020 hat ACER über die Methode entschieden.

Methode zur Klassifizierung von Aktivierungsgründen

 

  • Methode zur Preissetzung für Regelenergie sowie zur Preissetzung für Grenzkapazität zum Austausch von Regelenergie

Entsprechend Art 30 sind von allen TSOs Vorschläge für eine Preissetzungsmethode für Regelenergie sowie eine Preissetzungsmethode für Grenzkapazität zum Austausch von Regelenergie bzw. für den Prozess der Saldierung des Sekundärregelleistungs-Bedarfs (Imbalance Netting) zu erarbeitet und zur Genehmigung bei allen Regulatoren einzureichen. Am 24.01.2020 hat ACER für die Methode entschieden.

Methode zur Preissetzung für Regelenergie

 

  • Gewollter Energieaustausch

Entsprechend Art 50 (1) ist von allen TSOs ein Vorschlag für gemeinsame Abrechnungsbestimmungen für jeden gewollten Energieaustausch zu erarbeiten und zur Genehmigung bei allen Regulatoren einzureichen. Am 16.07.2020 hat ACER über die Methode entschieden.

Abrechnungsbestimmungen für den gewollten Austausch

 

Entsprechend Art 50 (3) ist von allen TSOs, die innerhalb eines Synchrongebietes einen gewollten Energieaustausch durchführen, ein Vorschlag für gemeinsame Abrechnungsbestimmungen für den gewollten Energieaustausch (FCR, Ramping) bei den Regulierungsbehörden einzureichen. Der Vorschlag wurde am 23.06.2020 genehmigt. 

Abrechnungsbestimmungen für den gewollten Energieaustausch (FCR, Ramping)

 

  • Ungewollter Energieaustausch

Entsprechen Art 51 (1) ist von allen TSOs eines Synchrongebietes ein Vorschlag für gemeinsame Abrechnungsbestimmungen für jeden ungewollten Energieaustausch bei den Regulierungsbehörden einzureichen. Der Vorschlag wurde am 23.06.2020 genehmigt.

Abrechnungsbestimmungen für jeden ungewollten Austausch

 

  • Harmonisierungsvorschlag zur Abrechnung von Bilanzkreisabweichungen  

 Entsprechend Art 52 (2) ist ein gemeinsamer Vorschlag aller TSOs zur weiteren Harmonisierung der Abrechnung von Bilanzkreisabweichungen (Ausgleichsenergie-Abrechnung) bei den nationalen Regulierungsbehörden einzureichen. Am 15.07.2020 hat ACER über die Harmonisierung entschieden.

Harmonisierungsvorschlag zur Abrechnung von Bilanzabweichungen

 

  • Verfahren zur Bestimmung grenzüberschreitender Übertragungskapazität zum Austausch von Regelleistung

Ko-optimierte Zuweisungsverfahren gemäß Artikel 40

Binnen zwei Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung entwickeln alle ÜNB einen Vorschlag für eine Methode für ein ko-optimiertes Verfahren zur Zuweisung grenzüberschreitender Übertragungskapazität für den Austausch von Regelleistung oder die Reserventeilung. ACER hat am 17.06.2020 über das ko-optimierte Zuweisungsverfahren entschieden.

 

Ko-optimiertes Zuweisungsverfahren

 

Marktbasiertes Zuweisungsverfahren gemäß Artikel 41

Binnen zwei Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung können alle ÜNB einer Kapazitätsberechnungsregion einen Vorschlag für eine Methode für ein marktbasiertes Verfahren zur Zuweisung grenzüberschreitender Übertragungskapazität für den Austausch von Regelleistung oder die Reserventeilung entwickeln.

 

In Arbeit

 

Zuweisungsverfahren auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsanalyse gemäß Artikel 42.

Binnen zwei Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung können alle ÜNB einer Kapazitätsberechnungsregion einen Vorschlag für eine Methode zur Zuweisung grenzüberschreitender Übertragungskapazität auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsanalyse entwickeln.

 

In Arbeit

 

 

  • Vorschlag zur gemeinsamen Beschaffung und zum Austausch von Sekundärregelleistung (SRL)

Zwei oder mehr ÜNB, die Regelleistung austauschen möchten, entwickeln einen Vorschlag für die Erstellung gemeinsamer harmonisierter Bestimmungen und Verfahren für den Austausch und die Beschaffung von Regelleistung. APG hat gemeinsam mit den ÜNB aus Deutschland im Zuge der bereits bestehenden SRL-Kooperation die harmonisierten Bestimmungen und Verfahren für den grenzüberschreitenden Austausch und die Beschaffung von Sekundärregelleistung entsprechend den Vorgaben der EB-VO erarbeitet und zur Genehmigung eingereicht.

Bestimmungen für den Austausch und die Beschaffung von Sekundärregelleistung

Antrag auf Ausnahme von der grenzüberschreitenden Übertragung der Verpflichtung zur Bereitstellung von Regelleistung 

 

  • Antrag auf Vorschlag zur Ausnahme von der grenzüberschreitenden Übertragung der Verpflichtung zur Bereitstellung von Regelleistung

Grundsätzlich müssen ÜNB es Regelreserveanbietern gestatten, ihre Verpflichtungen zur Bereitstellung von Regelleistung innerhalb des geografischen Gebiets, in dem die Regelleistung beschafft wurde, zu übertragen. Von dieser Regelung kann vom ÜNB eine Ausnahme beantragt werden.

Zur Genehmigung eingereichter Vorschlag der APG