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Einführung der Intraday-Versteigerungen mit Italien

03.06.2013

Der italienische Netzbetreiber Terna und die APG haben nach erfolgreich abgeschlossenen IT-Tests eine Kapazitätsversteigerungsmethode für Intraday an der gemeinsamen Grenze zwischen Österreich und Italien eingeführt.

Die erste Kapazitätsvergabe hat am 28. Mai stattgefunden (Energieliefertag: 29. Mai 2013). Ziel der Kooperation war es, den grenzüberschreitenden Energiehandel zu erleichtern und das Prinzip des Engpassmanagements an dieser Übergabestelle mit den Bestimmungen der Verordnung 714/2009 (EG) und Congestion Management Guidelines in Einklang zu bringen. Zusätzlich wurde auch eine vollständige Harmonisierung des Prozesses der Fahrplannominierung mit dem in der CEE-Region angewendeten "SO-SO Matching" erreicht.

Da der italienische Strommarkt derzeit nicht mit dem kontinuierlichen Handel kompatibel ist, wurde beschlossen, zwei zusätzliche Versteigerungen während des Tages vor der Energielieferung („day-ahead“) und am Tag der Energielieferung zu organisieren.

Die APG vergibt zurzeit Intraday-Kapazitäten auf allen Grenzen mittels expliziter Auktionen von PTRs (physikalischen Übertragungsrechten) mit der Ausnahme von der DE-AT Grenze. Dort wurde eine implizite Verknüpfung (mit der Möglichkeit den Intraday-Stopp zu machen) durch EPEXSpot gewährleistet. Die Intraday-Vergabe wird durch CEPS (Grenze HU-AT und CZ-AT) und ELES (Grenze SI-AT) durchgeführt, während die Central Allocation Service Company („CASC“) in Luxemburg für die Versteigerungen auf der gemeinsamen Grenze mit Italien verantwortlich ist.

Die entsprechenden "Regeln für die Intraday Capacity Allocation durch explizite Auktionen" können auf der Terna-Website sowie der APG-Homepage heruntergeladen werden:

http://www.terna.it/default/home_en/electric_system/Import_Export_en.aspx