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Regelreservemarkt

Regelreserven sind notwendig, um aktuell auftretende Ungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch zu kompensieren und damit die Frequenz im verbundenen Stromnetz zu stabilisieren. Mit dem 3. EU-Energiebinnenmarktpaket sind Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet, Regelreserven auf objektive, transparente und nichtdiskriminierende Art zu beschaffen. Seit 2012 werden die benötigten Regelreserven in Österreich vollständig marktbasiert durch APG als Regelzonenführer mittels regelmäßiger Ausschreibungen beschafft. An diesen Ausschreibungen kann jeder Marktteilnehmer, der bestimmte technische Bedingungen erfüllt und einen entsprechenden Rahmenvertrag unterzeichnet hat, teilnehmen. Unterschieden wird zwischen Primärregelreserve, Sekundärregelreserve und Tertiärregelreserve, die sich nach Aktivierungszeitpunkt und -dauer sowie nach Art des Abrufs (automatisch oder manuell) unterscheiden.
Die fortschreitende Integration der europäischen Strommärkte soll einheitliche Standards für alle Regelreserveprodukte schaffen. Wesentliche Neuerung bzw. Anforderung sind die Schaffung von gemeinsamen europäischen Plattformen zum Austausch von Regelenergie, mit dem Ziel, den Abruf der jeweiligen Regelreserve grenzüberschreitend zu optimieren und somit einen ökonomisch optimalen Einsatz von Regelenergie auf EU-Ebene sicherzustellen.