stromnetz_darkStromnetz

Natürliches Monopol

Als natürliche Monopole werden vor allem öffentliche Versorgungsunternehmen bezeichnet, bei denen hohen Fixkosten für den Aufbau eines Grundkonstrukts vergleichsweise geringe Betriebskosten gegenüberstehen; wie zum Beispiel Verkehrswege, Telefon-, Energie- und Wasserversorgungsnetze. Ein natürliches Monopol ist vom künstlichen Monopol, Kartellen und dem rechtlichen Monopol abzugrenzen.

Der Begriff natürliches Monopol ist in der Volkswirtschaft nicht einheitlich definiert. So wird häufig jede Marktkonstellation, in der ein Wirtschaftssubjekt ein Gut zu niedrigeren Kosten produzieren kann als zwei oder mehr Wirtschaftssubjekte, als natürliches Monopol bezeichnet. Mit der Liberalisierung des europäischen Strommarktes wurde auch der Begriff „Unbundling“ für Energieversorgungsunternehmen wichtig. So müssen beispielsweise Strom- und Gasunternehmen die Erzeugung von Übertragung bzw. Verteilung trennen.

Das Netzmonopol wird dabei als ein natürliches beibehalten und staatlich reguliert. Das über das Netz verfügende Unternehmen muss allerdings, im Sinne eines freien Strommarktes im Wettbewerb, Konkurrenten die Durchleitung der eigentlichen Produkte, zu von einer Regulierungsbehörde festgelegten Konditionen, ermöglichen.