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Market-Coupling

Der Begriff Marktkopplung (engl. Market-Coupling) steht für das Bestreben nach einem integrierten und harmonisierten europäischen Strommarkt. Lokale bzw. nationale Marktgebiete werden hierbei miteinander verbunden. Somit ist es möglich, dass der Stromhandel über alle lokalen bzw. nationalen Marktgebiete nach einheitlichen Regelungen erfolgt. Die Strombörsen stellen dabei sicher, dass sämtliche lokale Angebote und Nachfragen allen gleichzeitig zur Verfügung stehen. Ziel hierbei ist es, Preisunterschiede zu minimieren bzw. zu reduzieren. Ziel ist auch eine Angleichung des Strommarktes an die physikalische Realität von Stromflüssen, da benachbarte Netze ohnehin physisch miteinander verbunden sind. Denn Strom nimmt bekanntlich immer den kürzesten Weg vom Produzenten zum Verbraucher – über jede Marktgrenze hinweg. Die Übertragungsnetzbetreiber müssen daher die technischen möglichen Austauschkapazitäten den Strombörsen zur Verfügung stellen. Aktuell ist Österreich über die Grenzen zu Italien, Slowenien und Deutschland an in das europäische Market-Coupling-System integriert.