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Dispatch - Redispatch

Als Dispatch wird der Kraftwerkseinsatzplan durch die Kraftwerksbetreiber bezeichnet. Der Zweck eines Dispatch ist es, eine wirtschaftliche und effiziente Fahrweise der Kraftwerke bzw. des Kraftwerkparks zu erreichen. Alle Kraftwerksbetreiber ab einer gewissen Größe sind dazu verpflichtet, ihren Fahrplan mit den am Folgetag zu produzierenden Strommengen dem Übertragungsnetzbetreiber zu melden.
Ein Redispatch bezeichnet die kurzfristige Änderung des Dispatch auf Anforderung eines Übertragungsnetzbetreibers zur Vermeidung von Netzengpässen und um die Stabilität des Netzes zu wahren. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme im Rahmen des Engpassmanagements. Zum einen wird dabei vor dem betroffenen Netzengpass ein Kraftwerk angewiesen, weniger Strom ins Netz zu speisen, und zum anderen muss ein weiteres Kraftwerk, hinter dem Engpass mehr Energie liefern. Dadurch verschiebt sich die örtliche Verteilung der Stromproduktion und der Engpass wird entlastet.
Um diese kurzfristigen Eingriffe in die eigentlichen Kraftwerksfahrpläne so gering wie möglich zu halten, werden bereits am Vortag nach Vorliegen der Marktergebnisse (und dem resultierenden Kraftwerks Dispatch) europaweit koordinierte Lastflussberechnungen angestellt, um Engpässe sicher und möglichst genau zu ermitteln und Redispatch Eingriffe demgemäß durchzuführen.