Die 380-kV-Salzburgleitung ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gegenwart und ersetzt die 220-kV-Leitung von St. Peter am Hart (Oberösterreich) zum Umspannwerk Tauern bei Kaprun (Salzburg).
Übersicht – Projekt
Die 380-kV-Salzburgleitung ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gegenwart. Sie ersetzt die 220-kV-Leitung von St. Peter am Hart (Oberösterreich) zum Umspannwerk Tauern bei Kaprun (Salzburg). Das leistungsfähige österreichische Höchstspannungsnetz zeichnet sich durch seine ringförmige Anordnung aus, da so die Versorgung der Kunden von beiden Seiten möglich ist. Durch die Salzburgleitung wird der österreichische 380-kV-Ring - das Rückgrat der heimischen Stromversorgung - in Westösterreich geschlossen.
Überregionale Bedeutung
Im Rahmen der Richtlinien für europäische Transportnetze wurde die 380-kV-Salzburgleitung von der Europäischen Kommission als „von gemeinschaftlichem Interesse“ eingestuft und als förderungswürdig bewertet. Österreich nimmt auch am Strommarkt einen wichtigen Platz im Herzen Europas ein.
Versorgungssicherheit
Das derzeit bestehende österreichische Übertragungsnetz stammt aus den 1950er und 1960er Jahren. Da sich der Stromverbrauch seit dieser Zeit nahezu verfünffacht hat, arbeitet es an seinen Leistungsgrenzen. Nur durch ein ausgeklügeltes technisches Engpassmanagement kann die Austrian Power Grid AG den Netzbetrieb aufrechterhalten. Speziell die Nord-Süd-Verbindungen sind massiv überlastet. Zu einer nachhaltigen Entspannung wird es erst durch den Lückenschluss des 380-kV-Ringes kommen.