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Gemeinsames Netzmodell

Das gemeinsame Netzmodell (Common Grid Model) dient Prognosezwecken bzw. ist eine Momentaufnahme des Zustands des gesamten europäischen Stromübertragungsnetzes. Es wird für die Netzeinsatzplanung (das sogenannte Operational Planning), Netzsicherheitsberechnungen sowie für die Berechnung von Übertragungskapazitäten für den grenzüberschreitenden Stromhandel verwendet.

Die Rahmenbedingungen für die Erstellung des gemeinsamen Netzmodells werden in mehreren Network Codes, die im Zuge der Umsetzung des dritten Energiepakets der Europäischen Union entwickelt wurden, festgelegt. Details für die Erstellung des Common Grid Models wurden von den europäischen Übertragungsnetzbetreibern gemeinschaftlich ausgearbeitet und sind in den Dokumenten

  • Common Grid Model Methodology (CGMM)
  • Generation and Load Data Provision Methodology (GLDPM)

beschrieben. CGMM legt die relevanten Prognosehorizonte (Szenarien) und den Inhalt des gemeinsamen Netzmodells fest. GLDPM definiert, welche Daten Übertragungsnetzbetreiber von anderen Marktteilnehmern benötigen, um die nationalen Netzmodelle, aus welchen das gemeinsame Netzmodell erzeugt wird, erstellen zu können.

Gemäß den Network Codes Guideline on Capacity Allocation and Congestion Management (GL CACM, Commission Regulation (EU) 2015/1222) und Guideline on Forward Capacity Allocation (GL FCA, Commission Regulation (EU) 2016/1719) ist die APG dazu verpflichtet, die oben genannten Dokumente zu veröffentlichen.