Ein sicheres und leistungsfähiges Übertragungsnetz ist das Rückgrat des österreichischen Wirtschaftsstandortes und stellt die Grundvoraussetzung für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Erreichung der österreichischen und europäischen Klimaschutzziele dar.
Der Masterplan Netz 2009–2020 wurde von der Austrian Power Grid AG als Grundlage für die mittel- und langfristige Netzplanung erstellt. Die absehbaren energiewirtschaftlichen Entwicklungen im Zeitraum 2009 bis 2020 wurden detailliert analysiert und die erforderlichen Ausbauschritte im APG-Übertragungsnetz definiert.
Die Ergebnisse aller relevanten Berechnungen zeigen massive Steigerungen der Netzbelastung bis zum Jahr 2020 und einen beträchtlichen weiteren Ausbaubedarf im Übertragungsnetz der APG. Dies betrifft sowohl innerösterreichische Leitungen als auch Grenzleitungen.
Die auf Basis der Netzbelastungsberechnungen erforderlichen Masterplanprojekte bis 2020 sind:
- 380-kV-Salzburgleitung, Projektteil 1 (St. Peter - Salzburg)
- 380-kV-Salzburgleitung, Projektteil 2 (Salzburg - Tauern)
- Integration von Windenergie im Burgenland
- Netzverstärkung zur Anbindung der Windenergie im Weinviertel und Abdeckung von Verbrauchssteigerungen in - Niederösterreich
- Netzverstärkung im Raum Kärnten
- Netzverstärkung nach Deutschland
- Umstellung der Donauschiene auf 380 kV
- Verstärkung Westtirol – Zell/Ziller
Die erforderlichen Netzausbaumaßnahmen bedeuten ein Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro, die österreichische Wertschöpfung aus diesen Investitionen liegt bei etwa 80 % - ein Beitrag zur Binnenkonjunktur, der bis 2020 mehr als 1.000 Arbeitsplätze pro Jahr sichert.