APG - Austrian Power Grid
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Auswirkungen des Netzausbaus

Der Ausbau des Übertragungsnetzes und Baumaßnahmen in der Regelzone APG haben Auswirkungen auf die grenzüberschreitenden Übertragungskapazitäten.

Die hier veröffentlichten Auswirkungen auf NTCs (Net Transfer Capacities) geben die mögliche Änderung aus Sicht von APG (Stand: September 2011) wieder. Aufgrund von Engpässen in benachbarten Regelzonen können die bilateral vereinbarten NTC-Werte auch niedriger sein.

Folgende langfristige Infrastrukturprojekte wird APG in den nächsten 3 Jahren in Betrieb nehmen bzw. befinden sich in Planung:

Phasenschieber im Umspannwerk Lienz

Beschreibung:

Errichtung eines 220/220-kV-Phasenschiebertransformators im Umspannwerk Lienz, um den Lastfluss auf der Kuppelleitung zwischen APG und Italien (Lienz – Soverzene) regulieren zu können und damit einen zuverlässigen Netzbetrieb ohne kostenintensive Engpassmanagementmaßnahmen zu gewährleisten.

Status:

Bestellt

Erwartete Inbetriebnahme:

2012

NTC-Auswirkungen:

Für 2012 keine zu erwarten, geringfügige Erhöhung für 2013 möglich

Burgenlandleitung: Südburgenland – Wien Südost

Beschreibung:

Die Maste der Burgenlandleitung, zwischen dem Umspannwerk Südburgenland und Umspannwerk Wien Südost, wurden statisch für drei Teilleiter pro Phase und System (3er-Bündel) dimensioniert, jedoch aufgrund der damaligen Netzkonfiguration und netzbetrieblichen Erfordernisse nur zwei Teilleiter (2er-Bündel) montiert. Um die Burgenlandleitung entsprechend den energiewirtschaftlichen Entwicklungen nun in baulicher, netztechnischer und betrieblicher Hinsicht zu vervollständigen, werden die 3. Teilleiter installiert.

Status:

In Errichtung

Erwartete Inbetriebnahme:

2012

NTC-Auswirkungen:

Keine

Umspannwerk Zell/Ziller

Beschreibung:

Im Umspannwerk Zell/Ziller wird zur Erhöhung der Ost-West-Übertragungskapazität sowie der (n-1)-Sicherheit und -Reserve eine zweite 380/220-kV-Transformatorbank errichtet.

Status:

Genehmigt

Erwartete Inbetriebnahme:

2013

NTC-Auswirkungen:

Keine

Ernsthofen – St. Peter

Beschreibung:

Die bestehende Leitung Ernsthofen – St. Peter wurde als 380-kV-Leitung errichtet und wird derzeit mit 220 kV betrieben. Um den aktuellen und prognostizierten Anforderungen an das APG-Übertragungsnetz gerecht zu werden, ist nun die Umstellung auf den 380-kV-Betrieb vorgesehen. Das Projekt umfasst einen Ausbau in den Umspannwerken Ernsthofen und St. Peter. Die Leitung selbst ist bereits auf 380-kV-Betrieb ausgelegt.

Status:

Genehmigt

Erwartete Inbetriebnahme:

2013

NTC-Auswirkungen:

Keine (da derzeit kein deklarierter Engpass zu Deutschland)

Dürnrohr – Sarasdorf

Beschreibung:

Das Projekt umfasst die Montage des 3. und 4. Leitungssystems auf die bestehende 380-kV-Leitung Dürnrohr – Sarasdorf und Umstrukturierung im Raum des Umspannwerks Bisamberg
Gesamtlänge: rd. 100 km

Status:

Genehmigt

Erwartete Inbetriebnahme:

2014

NTC-Auswirkungen:

Keine

St. Peter – Staatsgrenze (Simbach)

Beschreibung:

Der sich intensivierende Energieaustausch zwischen Österreich und Deutschland macht einen Ausbau der Übertragungskapazitäten erforderlich. Als erster Schritt ist eine 2-systemige 380-kV-Freileitung vom Netzknoten St. Peter bis zum Umspannwerk Simbach in Deutschland geplant. In einem zweiten Ausbauprojekt wird die Kuppelleitung von Tennet TSO GmbH (DE) zum deutschen Netzknoten Ottenhofen fertig gestellt.

Status:

Geplant

Erwartete Inbetriebnahme:

2014 bis Simbach
2017 bis Ottenhofen

NTC-Auswirkungen:

Keine (da derzeit kein deklarierter Engpass zu Deutschland)


Ein weiteres Großinfrastrukturprojekt in der Regelzone APG wird von Dritten geplant:

Merchant Line Greuth – Tarvisio

Beschreibung:

Die Firma Eneco Valcanale S.p.A. errichtet eine private Verbindungsleitung zwischen Österreich und Italien. Diese ist als 132-kV-Freileitung von Greuth/Arnoldstein nach Tarvis geplant. Die Leitung ist eine "Merchant Line", d. h. gemäß EU-Verordnung (EG) 714/2009 vom Regulierungsregime ausgenommen.

Status:

Genehmigt

Erwartete Inbetriebnahme:

2012

NTC-Auswirkungen:

Von Österreich nach Italien:

  • bis zu 85 MW zusätzlich im Winter,
  • bis zu 65 MW zusätzlich im Sommer

Von Italien nach Österreich:

  • bis zu 15 MW zusätzlich im Winter,
  • bis zu 10 MW zusätzlich im Sommer

(vorläufiger Stand – Änderungen möglich)

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